Magdeburg (dpa) - DDR-Rekordnationalspieler und Club-Legende Joachim Streich hat sich sehr kritisch über die Entwicklungen beim Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg geäußert. "Im Stadion hört man selbst bei Geisterspielen wenig - das ist eine tote Mannschaft", sagte Streich der "Volksstimme" (Samstag).

Der FCM ist nach acht Spieltagen mit vier Punkten Tabellenletzter. Die Lage sei "besorgniserregend", meinte der 69-Jährige vor dem Heimspiel der Magdeburger am (heutigen) Samstag (14.00 Uhr) gegen die zweite Vertretung des FC Bayern München.

Streich sieht die Ursachen für den Absturz vor allem in den schlechten Defensivleistungen des Teams, der fehlenden mannschaftlichen Geschlossenheit und im Führungspersonal. Thomas Hoßmang sei zwar nicht der Alleinschuldige für die sportliche Misere, Streich vermisst beim FCM-Cheftrainer allerdings den "Mut, etwas Verrücktes zu machen".

Es sei ein Fehler gewesen, dass Hoßmang zu lange an einer Formation festgehalten habe. "Christian Beck ist zwar Kapitän, bringt aber im Moment keine Leistung. Da schaut doch aber die ganze Mannschaft ganz genau hin, ob der Trainer nach Leistung aufstellt oder nicht. So etwas stiftet Unruhe und das ist Gift fürs Team", erklärte Streich.

Streich in der Volksstimme

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