Magdeburg (dpa) - Trainer Claus-Dieter Wollitz vom Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg hat mit Unverständnis auf die knappe Mehrheitsentscheidung der Liga reagiert. "Es geht in erster Linie um die Gesundheit der Menschen. Wir stellen uns nicht über die Gesellschaft. Die behördlichen Vorgaben gelten für alle, also auch für uns als Fußballer", sagte Wollitz der "Magdeburger Volksstimme" (Dienstag).

Er sieht schon seit Wochen eine Ungleichbehandlung bei der Trainingsfrage, da elf Vereine in Kleingruppen trainieren, während sich der FCM und acht weitere Clubs an das geltende Kontaktverbot bis zum 3. Mai hielten. "Ein Unding", betonte Wollitz und fügte an: "Die Wettbewerbsverzerrung hat schon längst begonnen. Es ist bitter, dass die Drittligavereine in der Corona-Krise so unsolidarisch sind."

Der FCM teilte am Montagabend mit, dass er bei der Abstimmung bei seiner Position für einen Saisonabbruch geblieben ist. Sollte ein Kontaktverbot nochmal verlängert werden, sieht Wollitz ein Zeitproblem. "Wir haben immer gesagt, dass wir mindestens drei Wochen Vorbereitungszeit brauchen", sagte der FCM-Cheftrainer. Bezüglich einer Saisonfortsetzung unterstützt Wollitz die Haltung von Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand, der Geisterspielen eine Absage erteilte. "Viele Virologen haben gesagt, dass die momentanen Lockerungen nicht gut sind. Deshalb sind die Bedenken von Herrn Wiegand meiner Meinung nach gerechtfertigt", sagte Wollitz.

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