Erfurt/Magdeburg (dpa/sa) - Mit Blick auf das lange verzögerte Milliardenpaket zur Digitalisierung an Schulen hat Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner Entscheidungen gefordert. Es müsse endlich ein verbindlicher Zeitplan verabschiedet und das Geld auf die Straße gebracht werden, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Der Pakt ist Thema der Kultusministerkonferenz am Donnerstag in Erfurt. Der Bund will in den nächsten Jahren fünf Milliarden Euro geben. Eigentlich sollte der Digitalpakt schon vor der Bundestagswahl unterzeichnet werden.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte die Länder zuletzt aufgefordert, nicht untätig auf den Pakt zu warten, sondern selbst zu investieren. Sachsen-Anhalt sei in Vorleistung gegangen, entgegnete Tullner. Ein Fördertopf des Landes für digitale Helfer an Schulen ist leer. "Sobald die Mittel des Bundes fließen, können wir zügig weiterarbeiten", so Tullner weiter. Karliczek wird am Freitag auf dem zweitägigen Ministertreffen in Erfurt erwartet.