Halle/Halberstadt (dpa/sa) - In der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt ist es am Samstag nach Angaben einer Sprecherin des Landesverwaltungsamtes vorübergehend zu tumultartigen Szenen gekommen. Anlass war den Angaben nach, dass Bewohner auf dem Gelände zwischen zwei Unterkunftsgebäuden aufgestellte Quarantänezäune umgeworfen haben. Daran sollen etwa 100 bis 150 Menschen beteiligt gewesen sein. Eine Polizeisprecherin bestätigte dies. Zunächst hatte die "Magdeburger Volksstimme" darüber berichtet.

Es sei unklar, weshalb es zu den Szenen gekommen sei. Es habe aber niemand das Gelände der Zentralen Anlaufstelle verlassen, sagten die Sprecherinnen des Landesverwaltungsamtes und der Polizei. Die Menschen seien wieder in ihre Unterkünfte gegangen. Es sei das Essen verteilt worden. Die Polizei sei vor Ort, um Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes zu unterstützen. Diese seien im Gespräch mit Vertretern der Flüchtlinge.

Nach bisherigen Angaben des Landkreises Harz waren Bewohner der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber wegen eines Corona-Falls unter Quarantäne gestellt worden. Dafür wurden die einzelnen Häuser der Einrichtung untereinander isoliert, wie die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes sagte. Ein ehemaliger Bewohner, der inzwischen in Halle lebt, war positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Eine Sprecherin des Landkreises konnte unter Hinweis auf die Zuständigkeit des Landesverwaltungsamtes für die Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber keine Angaben zum Geschen am Samstag machen.

Bericht Magdeburger Volksstimme