Halle (dpa/sa) - Im diesem September und Oktober sind in Sachsen-Anhalt mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vergleichsmonate der zurückliegenden vier Jahre. Im September seien es nach vorläufigen Auszählungen 2600 Menschen gewesen und damit etwa sieben Prozent mehr als im Schnitt der Vorjahresmonate 2016 bis 2019, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mit. Im Oktober habe die Zahl der Verstorbenen bei 2763 gelegen und damit sechs Prozent über dem Durchschnitt. Im August habe das Plus bei acht Prozent gelegen - damals habe es eine starke Hitzeperiode gegeben.

Die Ursachen der erhöhten Sterblichkeit im September und Oktober sind einer Sprecherin des Statistischen Landesamt zufolge noch nicht klar. Die Frage, ob etwa wegen der Corona-Pandemie vermiedene Arzt- oder Krankenhausbesuche eine Rolle spielten, könne noch nicht beantwortet werden. Laut dem Sozialministerium sind in Sachsen-Anhalt bislang 154 Menschen gestorben, bei denen Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde.

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