Leipzig/Halle (dpa/sa) - Ein Wintergewitter am Mittwochabend hat weite Teile Sachsen-Anhalts mit Schnee bedeckt und Autofahrer vor widrige Verkehrsbedingungen gestellt. "Ein Wintergewitter ist relativ selten", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Deutschen Presse-Agentur. Es entstehe, wenn in der Höhe kalte Luft einströme und auf einen starken Temperaturgegensatz in den niedrigeren Lagen treffe. Ein solcher Kaltluftvorstoß in Höhen um die 5500 Metern sei nach Ansicht des DWD in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. Somit bleibe vermutlich auch ein weiteres Wintergewitter vorerst aus.

"Am Boden werde es die nächsten Tage wieder kälter", sagte der DWD-Sprecher am Donnerstag für Sachsen-Anhalt voraus. Dabei könne es gebietsweise schneien. Man bewege sich in vielen Regionen um den Gefrierpunkt herum, sagte der Sprecher. Am Samstag könne es mit Tiefstwerten um minus drei Grad in großen Teilen des Landes besonders ungemütlich werden.

Wegen des starken Schneefalls hatten Autofahrer auch am Donnerstag mit Verkehrsbehinderungen zu kämpfen. Wie mehrere Polizeistellen mitteilten, sei es am frühen Morgen zu kleinen Behinderungen, jedoch zu keinen größeren Sperrungen gekommen. Die Winterdienstfahrzeuge waren im Dauereinsatz. Wie Tino Möhring, der Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes, am Donnerstag mitteilte, arbeiteten die Mitarbeiter schon die gesamte Woche im Hochbetrieb und räumten den Neuschnee weg.

Bereits am Mittwochabend hatte sich bei Dessau ein 26-Jähriger schwer verletzt, nachdem er mit seinem Auto in einer Linkskurve rechts von der Fahrbahn glitt. Weitere Unfälle im Zusammenhang mit den Witterungsverhältnissen wurden am gleichen Abend unter anderem in Bitterfeld-Wolfen (Anhalt-Bitterfeld) und Zerbst (ebenfalls Anhalt-Bitterfeld) gemeldet.

DWD-Vorhersage für Sachsen-Anhalt