Halle(dpa/sa) - Eine der ältesten Meteoritensammlungen Deutschlands an der Universität in Halle wird digitalisiert. Die Sammlung von mehr als 130 Gesteinsbrocken aus dem All, die von 1866 bis heute gesammelt wurden, soll damit auch für Laien einsehbar seien. "Die Meteoriten werden derzeit in einer digitalen Datenbank erfasst und sind damit allen Interessierten zugänglich", sagte Sammlungsleiter Thomas Degen der Deutsche Presse-Agentur.

Aus Sicherheitsgründen sei die Sammlung derzeit nicht öffentlich, nachdem sie lange in einer Vitrine lagerte. "Die Stücke stammen aus der ganzen Welt, unter anderem aus Russland, Australien, Kanada und den USA", sagte Degen. Die Objekte aus 120 Meteoriteneinschlägen dienen der Lehre und sind als Leihgaben für Ausstellungen begehrt.

Die meisten der bis zu 4,6 Milliarden Jahre alten Meteoriten sind Überreste der Entstehung unseres Sonnensystems. Einschläge von Meteoriten in der Erde sind sehr selten. Den letzten Meteoriteneinschlag auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt gab es 1985 bei Salzwedel.

Universität Halle, Institut für Geowissenschaften und Geografie