Magdeburg (dpa) - Vertreter von Fischern und Anglern haben gefordert, gezielt eingeschleppte Arten zum Verzehr zu fangen und zu nutzen. Tiere wie die Chinesische Wollhandkrabbe oder der Signalkrebs breiteten sich in zahlreichen Gewässern aus und seien schmackhafte Krustentiere, sagte Detlef Thiele vom Landesfischereiverband Sachsen-Anhalt der Deutschen Presse-Agentur. Anlass für den Vorstoß ist der Deutsche Fischereitag. Das bundesweite Branchentreffen beginnt am Dienstagabend in Magdeburg.

Verbraucher müssten mit gezieltem Marketing informiert werden, so Thiele. Zudem müssten die Genehmigungsverfahren für den Einsatz von Fangkörben vereinfacht und die Anschaffung spezieller Fanggeräte unterstützt werden, hieß es. Sogenannte invasive Arten einzudämmen und sie gleichzeitig als Nahrung zu nutzen, sei nachhaltig. Eingeschleppte Tiere haben meist keine natürlichen Fressfeinde, breiten sich besonders schnell aus und bedrohen nicht selten heimische Arten.

Bis Donnerstag beraten sich Binnen-, Küsten- und Hochseefischer, Fischzüchter sowie Angler bei einem Bundestreffen in Magdeburg zu aktuellen Herausforderungen. Ein Schwerpunkt werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Fischerei sein, hieß es. Zu dem Treffen werden laut Dachverband rund 220 Teilnehmer erwartet.

Liste invasiver Tier- und Pflanzenarten in der EU via Nabu

Programm des Deutschen Fischereitages