Magdeburg (dpa/sa) - In Magdeburg haben am Donnerstag rund 125 Beschäftigte der Müllabfuhr und Wertstoffhöfe ihre Arbeit ruhen lassen. Wie eine Verdi-Sprecherin am Donnerstagmittag sagte, sammelten sich bereits um 08.00 Uhr die Angestellten auf dem Betriebsgelände der Müllabfuhr. Gegen 09.15 gab es eine Kundgebung. Der Warnstreik soll auch am Freitag andauern. Die Müllwerker seien aufgerufen, von zuhause aus den Ausstand fortzusetzen. Am Morgen hieß es, dass etwa 150 Beschäftigte in Magdeburg versammelt waren.

Die Gewerkschaft Verdi hatte Hunderte Beschäftigte in Chemnitz, Magdeburg, Erfurt und Weimar aufgerufen, von Donnerstagmorgen an zwei Tage lang die Arbeit niederzulegen. Dadurch kommt es zu Ausfällen bei der Abfall-Entsorgung.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden.