Wernigerode (dpa/sa) - Konzerte, Schauspiel und Lesungen statt Andachten und Gottesdienste: Aus der Liebfrauenkirche in Wernigerode wird ein Konzerthaus. Die Kirche in der Innenstadt werde umgewidmet und mit einem Millionenaufwand umgebaut und saniert, teilte die Kulturstiftung Wernigerode am Donnerstag mit. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) werde am Dienstag einen Fördermittelbescheid in Höhe von 3,6 Millionen Euro übergeben. Hinzu kämen Eigenmittel in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro, die aus Spenden, Zuwendungen der Stadt und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung finanziert würden. Geplant sei, im Dezember 2021 die ersten Konzerte in der 1755 erbauten Kirche zu veranstalten.

In dem Konzerthaus Liebfrauen sollen einmal rund 500 Zuschauerplätze entstehen. Es werde außerdem ständiger Sitz des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode. Das Orchester, das in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, verfügt laut Stiftung bisher nicht über einen ständigen Konzertsaal und angemessene Proberäume. Auch Chöre und die Musikschule sollen von der Ausstattung und der Akustik in dem Kirchenbauwerk profitieren. An der Vermarktung des künftigen Kulturortes arbeite auch die Hochschule Harz mit, hieß es.

Informationen über die Liebfrauenkirche Wernigerode