Magdeburg (dpa/sa) - Zwölf Menschen sind zwischen Donnerstag und Freitag in Sachsen-Anhalt im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Virus breitet sich weiter deutlich schneller aus als noch im Herbst. Die Landesregierung meldete am Freitag 621 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich somit 150,3 von 100 000 Sachsen-Anhaltern mit dem Coronavirus an. Das waren knapp drei mehr als am Donnerstag und fast drei mal so viele wie zu Beginn des derzeitigen Teil-Lockdowns Anfang November (56,1).

Derzeit gelten in Sachsen-Anhalt laut Landesregierung 6431 Menschen als Corona-positiv. Mehr als jede sechste davon kommt aus dem Burgenlandkreis (1221). Der Landkreis im Süden verzeichnete binnen einer Woche 276,2 Fälle pro 100 000 Einwohner und ist damit sowohl beim Sieben-Tage-Wert als auch in absoluten Infektionszahlen und der Anzahl der Toten (31) die derzeit am schwersten betroffene Region Sachsen-Anhalts. Vergleichsweise glimpflich ist die Situation weiterhin in Magdeburg. In der Landeshauptstadt lag der Sieben-Tage-Wert am Freitag bei 72,4 und damit 4,3 unter dem Wert vom Donnerstag.

Auch die Lage in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern spitzt sich zu. Am Freitag lagen 83 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation (+7), 44 von ihnen wurden beatmet (+4). Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind in Sachsen-Anhalt derzeit insgesamt 757 von 951 Intensivbetten belegt. 397 weitere könnten binnen einer Woche aufgebaut werden.

DIVI-Ländertabelle zu Intensivbetten