Magdeburg (dpa/sa) - Fahrkartenautomaten, Geld- und Zigarettenautomaten sind auch 2019 wieder häufig Ziel von Kriminellen gewesen. Laut dem Landeskriminalamt in Magdeburg wurden bis Anfang Dezember 313 Angriffe auf solche Automaten registriert. Im kompletten Vorjahr waren es 357 Fälle gewesen, im Jahr 2017 waren es mit 235 deutlich weniger gewesen.

Die Statistik zeigt, dass Zigarettenautomaten mit Abstand am häufigsten Ziel der Kriminellen sind: Bis Anfang Dezember waren es 269, hinzu kamen 24 Fahrkartenautomaten und 20 Geldautomaten. Die Zahl der angegriffenen Fahrkartenautomaten fällt damit in diesem Jahr voraussichtlich geringer aus als im Vorjahr, als es 38 waren.

Ein Schwerpunkt bei den Angriffen auf Geldautomaten waren Halle und der Saalekreis. In der Saalestadt waren es allein sieben, im umgebenden Landkreis vier und damit gut die Hälfte aller registrierten Attacken im Land bis Anfang Dezember. Bei Fahrkartenautomaten hatten es Kriminelle am häufigsten auf Geräte im Salzlandkreis (6) und Saalekreis (5) sowie in Magdeburg (4) abgesehen.

Die angerichteten Schäden fallen in diesem Jahr voraussichtlich deutlich geringer aus als noch 2018. Für den Zeitraum bis Anfang Dezember gab das LKA eine Gesamtsumme von rund 525 000 Euro an. Im kompletten Jahr 2018 waren es demnach fast 932 000 Euro. An Fahrkartenautomaten entstand in diesem Jahr ein Schaden von zusammen etwa 53 500 Euro, bei Geldautomaten rund 118 500 Euro und bei Zigarettenautomaten von 353 000 Euro.

Während Zigarettenautomaten am häufigsten aufgebrochen, aufgeflext oder -gebohrt wurden, setzten die Täter bei Geld- und Fahrkartenautomaten am häufigsten aufs Sprengen. Erst Anfang November hatten Unbekannte mit dieser Methode in Burg Erfolg. Sie erbeuteten ersten Erkenntnissen zufolge einen sechsstelligen Betrag nachdem sie nachts einen Geldautomaten am Markt sprengten. Vor Ort waren noch Gasflaschen gefunden worden. Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch, wie eine Polizeisprecherin in Stendal mitteilte. Konkrete Hinweise auf einen Täter gebe es bislang aber nicht.

In vielen Fällen bleiben die Täter ohne Beute. So etwa im Oktober in Magdeburg. Ein Automat war nach der Sprengung in Flammen aufgegangen, ein zweiter wurde beschädigt. Bei der Suche nach den Tätern setzte die Polizei einen Hubschrauber ein. In diesem wie auch in einem weiteren Fall laufen die Ermittlungen noch, wie eine Polizeisprecherin in Magdeburg erklärte: In Quedlinburg hatten Unbekannte im Juni zwei Geldautomaten gesprengt. Die gerufenen Beamten fanden auf dem Boden verteilt Geldscheine.