Halle (dpa/sa) - Die Zahl der Menschen, die in Sachsen-Anhalt einer Erwerbstätigkeit nachgehen, ist weiter gesunken. Im dritten Quartal 2020 hätten 990 000 Erwerbstätige ihren Arbeitsort im Land gehabt und damit 18 400 oder 1,8 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Halle mit. Bundesweit habe der Rückgang bei 1,4 Prozent gelegen.

In Sachsen-Anhalt hätten vor allem die sozialversicherungspflichtig und marginal Beschäftigten zu dem Trend beigetragen. Aber auch die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen sei rückläufig gewesen. Die Daten stammen aus vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder".

Demnach nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresvergleich in allen Wirtschaftsbereichen im Land ab. Am stärksten betroffen sei der Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister sowie Grundstücks- und Wohnungswesen, zu dem auch die Vermittlung von Arbeitskräften gehöre, dort habe es 6700 Beschäftigte weniger gegeben als im dritten Quartal 2019. Eine Rückgang um 5500 Erwerbstätige habe das Produzierende Gewerbe verzeichnet, der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation ein Minus um 5200.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 stieg die Zahl der erwerbstätigen Personen um 2900, das entsprach 0,3 Prozent. Den Angaben des Statistischen Landesamts zufolge lag das bundesweite Plus bei 0,1 Prozent. Im Zuge der Corona-Pandemie sei der saisonübliche Zuwachs damit schwächer ausgefallen als in den vorangegangenen Jahren.

Pressemitteilung Statistisches Landesamt