Halle (dpa/sa) - Die Zahl der von Armut gefährdeten Menschen ist in Sachsen-Anhalt leicht gesunken. Gehörten 2017 noch 16,4 Prozent der Bevölkerung der Gruppe der Armutsgefährdeten an, so sank diese Zahl im vergangenen Jahr auf 14,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. In absoluten Zahlen bedeutete dies, dass 317 000 Frauen, Männer und Kinder als armutsgefährdet galten.

Zu der Gruppe der Armutsgefährdeten zählte, wer als Alleinlebender in einem Einpersonenhaushalt ein Einkommen von weniger als 1136 Euro im Monat zur Verfügung hatte. Ein Vierpersonenhaushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Alter unter 14 Jahren galt als armutsgefährdet bei einem Einkommen von weniger als 2384 Euro monatlich.

Zwar waren Arbeitslose den Angaben der Statistiker zufolge am stärksten armutsgefährdet (87,6 Prozent), aber auch Menschen in einem Arbeitsverhältnis waren betroffen: 7,9 Prozent der Erwerbstätigen galten als armutsgefährdet.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes