Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Die Zoos und Tierparks im Land haben trotz des Teil-Lockdowns in den vergangenen Wochen etliche Gäste begrüßt. "Wir würden uns aber nicht als Gewinner bezeichnen", sagte der Geschäftsführer des Magdeburger Zoos, Dirk Wilke. Gerade zu Beginn des Teil-Lockdowns ab dem 2. November kamen die Zoobesucher seinen Angaben nach nur zögerlich, obwohl es coronabedingt kaum andere Freizeitangebote gab. Mittlerweile hätten sich die Besucher an die Situation gewöhnt und würden wieder zahlreich erscheinen.

Einen "signifikanten Zuwachs" der Besucherzahlen blieb in Magdeburg dennoch aus, wie Wilke weiter sagte. Am ersten Wochenende nach dem Teil-Lockdown kamen bei sonnigem Wetter an beiden Tagen insgesamt rund 2500 Gäste. Auch an ähnlich schönen Novemberwochenenden der Vorjahre waren einige Tausend Besucher bereits im Zoo.

Der Zoo Halle hat einen Besucherrückgang in der Pandemie registriert. "Die Corona-Krise hat uns bislang etwa 100 000 Besucher gekostet", sagte Zoosprecher Tom Bernheim in Halle. Für rund sechs Wochen sei die Einrichtung im Frühjahr dicht gewesen. Vom zweiten Teil-Lockdown blieb der Zoo zwar verschont - nur Streichelgehege und Tierhäuser mussten geschlossen werden. "Wir wollen aber keine Profiteure der Krise sein", sagte Bernheim mit Blick auf andere Tierparks wie etwa den bereits zum zweiten Mal geschlossenen Nachbarzoo in Leipzig. Derzeit dürften nur maximal 1500 Gäste gleichzeitig auf dem Zoogelände unterwegs sein. Eine "Hygienestreife" kontrolliere die Einhaltung der Regeln.

In den kleineren Tierparks des Landes sei derweil kaum ein Unterschied zu vor der Krise zu spüren. Der Tiergarten Stendal sei "normal besucht", sagte eine Mitarbeiterin ohne genaue Zahlen zu nennen. Gerade am Wochenende bei schönem Wetter seien viele Gäste auf dem Gelände unterwegs. Auch dem Tierpark Köthen seien keine Besucher weggebrochen. "Die Menschen kommen und genießen die Normalität", sagte ein Tierparkmitarbeiter in Köthen.