München (dpa) - Nach monatelangen Verzögerungen steht der NSU-Prozess möglicherweise vor einem Scheidepunkt: Sowohl die Bundesanwaltschaft als auch die Anwälte des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben beantragten, das Verfahren gegen den Mitangeklagten André E. abzutrennen. Bundesanwalt Herbert Diemer warf dessen neuem Anwalt Daniel Sprafke vor, das Verfahren "bis zum Sankt-Nimmerleinstag" verzögern zu wollen. "Das kann so nicht weitergehen", kritisierte Diemer.