Berlin (dpa) - Außenminister Heiko Maas hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, in der Affäre um den Mord an einem Georgier in Berlin falsche Angaben gemacht zu haben. Putin hatte den Ermordeten als "Verbrecher und Mörder" bezeichnet und gesagt, dass Deutschland russische Auslieferungsersuchen abgelehnt habe. Maas widersprach dem Staatschef in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Diese Vorwürfe, die jetzt erhoben würden, seien der Bundesregierung in der Vergangenheit nie mitgeteilt worden, sagte er. Der Georgier war im August in Berlin von hinten erschossen worden.