Frankfurt/Main (dpa) - Die Wahl eines Ministerpräsidenten mit und dank Stimmen der AfD ist für den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, "definitiv ein Dammbruch" gewesen. Er hätte die Möglichkeit, dass ein Abgeordneter der FDP oder der CDU eine so zustande gekommene Wahl annehme, bis vor einer Woche mit "niemals" beantwortet. Das sagte Schuster bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsclubs Rhein-Main. Von den Rändern her fingen Rechtspopulisten an, demokratischen Werte zu untergraben. "Diese Einfallstore müssen wir wieder schließen", forderte Schuster.