Berlin l Marius Zobel und Paul Gärtner vom SC Magdeburg hatten ihre Trainer und sich selbst bereits in den Vorläufen begeistert. Bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Berlin waren sie am gestrigen Freitag mit neuen Bestzeiten jeweils auf Platz zwei der Junioren-Wertung geschwommen, durften sich deshalb bei der Siegerehrung die Silbermedaille abholen und sich danach auch noch auf das A-Finale der „Großen“ am Abend vorbereiten. Dieses wiederum beendete Zobel über 200 Meter Freistil als Sechster, Gärtner wurde über 200 Meter Rücken Achter.

Geburtstagskind Zobel, er wurde gestern 17 Jahre jung, verbesserte im Vorlauf seinen bisherigen Rekord um mehr als zwei Sekunden auf 1:47,81 Minuten. „Das war nicht schlecht, oder?“, fragte er danach lächelnd. „Ich hoffe, es wird noch ein bisschen schneller“, lautete sodann sein Ausblick auf den Endlauf. Ein bisschen? Mit 1:47,16 Minuten belegte der 2,04-Meter-Hüne beim Sieg von Johannes Hintze (Potsdam/1:45,03) den sechsten Platz, stieg mit breitem Lächeln aus dem Becken und war einfach nur glücklich. „Das war heute ein schöner Schritt in die Zukunft“, freute sich auch Trainer Bernd Berkhahn. Zwar seien die Wenden noch verbesserungswürdig, aber "er ist sehr schön geschwommen".

Gärtner war zwar allein mit dem Finaleinzug schon happy, aber mit dem Vorlauf an sich nicht. „Einige Wenden waren nicht gut“, erklärte er. Am Abend „lief es besser“ – nicht nur vom Gefühl her, sondern auch im Ergebnis. "Wichtig war, dass Paul zwei stabile Läufe ins Wasser bringt, das hat er geschafft", sagte sein Trainer Stefan Döbler. Die Vorlaufzeit unterbot der 16-jährige Gärtner noch einmal um 59 Hundertstelsekunden auf 2:01,38 Minuten und wurde damit Achter. Es gewann Andreas Wiesner (SG Rheinhessen-Mainz/1:54,22).

Bestzeiten erzielten auch die SCM-Damen an diesem zweiten Wettkampftag: Emily Feldvoss belegte über die 400 Meter Lagen mit 4:50,65 Minuten den 17. Platz. Über die 200 Meter Rücken erreichten Jana Barrasch mit 2:15,51 Rang 17 und Miriam Schulze mit 2:16,35 Minuten Platz 19.