Wust l Die Flaggen Großbritanniens, Deutschlands und der USA sind eingerollt, die Zelte abgebaut und die Barackentür ist wieder abgeschlossen. Zu Ende gegangen ist die 27. Sommerschule jedoch nicht ohne zuvor eine große Abschiedsparty zu feiern. In vielerlei Hinsicht: Neben der Talentshow war natürlich das Baracken-Theater mit anschließender Aftershow-Party ein weiteres Highlight. Hier lagen sich Teilnehmer und Dozenten noch einmal tanzend und singend in den Armen und genossen die letzten gemeinsamen Stunden. Denn nach den vier Wochen in Wust sind alle zusammen gewachsen, sie teilen viele schöne Momente. Selbst das stets wechselhafte Wetter konnte dem „Spirit of Wust“ nichts anhaben.

Dafür sorgte das Team der Dozenten und der Zeltplatz-Betreuer sowie das Sommerschulbüro, die durch eine gute Zusammenarbeit allen eine unvergessliche Zeit bescherten. Über 250 Teilnehmer in den insgesamt vier Wochen kamen in den kleinen Ort, um Englisch zu lernen, aber vor allem auch, um den internationalen Flair zu genießen.

Brüücken bauen

Genau diese besondere Stimmung sprach Sprachleiter Nigel Caplan bei der abschließenden Talentshow an und fasste zusammen, warum die Sommerschule gerade jetzt in Hinsicht auf das aktuelle Weltgeschehen so wichtig ist: Man müsse Brücken bauen und keine Mauern, so der Professor aus Delaware. Gerade heute sei es notwendig, die Kontakte zu pflegen und Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede, zu feiern. Deshalb sei die Sommerschule mit ihrer internationalen Verständigung so bedeutsam.

Bilder

Multikulturelle Gemeinschaft

Enthusiasmus breitete sich in der Baracke auf dem Wuster Sportplatz aus, Nigel Caplan wurde ständig von tosendem Applaus unterbrochen. Hinter ihm standen seine Studenten aus Großbritannien und den USA. Sie alle sind direkt Betroffene der Wahlen in den USA oder des Brexit-Beschlusses. Den Zuspruch, den Nigel Caplan mit seiner Rede aus dem Publikum bekommt, ist für sie alle eine große Geste.

Nigel Caplan rief dazu auf, seine Nachbarn an die Hand zu nehmen. Dann wurde das Lied „Auld Lang Syne“ angestimmt.

Es sind Momente, die jedem Anwesenden in der Baracke in Erinnerung bleiben werden und dem ein oder anderen eine Gänsehaut verpassten. Alle sind Teil einer multikulturellen Gemeinschaft geworden mit einer großen Botschaft, die sie aus Wust heraustragen werden.

Einen schöneren Abschluss könnte es für diese besondere Sprachschule nicht geben. Das Gefühl des Zusammenhaltes haben die Dozenten mit in ihre Heimat genommen. Es wird sie stärken und ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Dass es, von Wust ausgehend, eine internationale Familie gibt, die auf sie wartet.