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1. FC Magdeburg: Amara Condé ist heißer Kandidat für die Startelf

In den finalen zwei Wochen der Vorbereitung ist Cheftrainer Christian Titz auf der Suche nach der Startelf für den Saisonauftakt des 1. FC Magdeburg. Sommer-Neuzugang Amara Condé dürfte beim Drittligisten gesetzt sein.

Von Kevin Gehring
Duell zweier Torschützen: Amara Condé (r.) setzte sich  in dieser Szene gegen den Auer Ben Zolinski durch. Der Neuzugang von Rot-Weiss Essen dürfte beim FCM für die erste Elf gesetzt sein.
Duell zweier Torschützen: Amara Condé (r.) setzte sich in dieser Szene gegen den Auer Ben Zolinski durch. Der Neuzugang von Rot-Weiss Essen dürfte beim FCM für die erste Elf gesetzt sein. Foto: imago images

Magdeburg - Noch ist die Startelf des 1. FC Magdeburg für den Drittliga-Saisonauftakt in knapp zwei Wochen nicht gefunden. „Wir haben momentan 15, 16 Spieler, die gleichauf sind“, erklärte FCM-Cheftrainer Christian Titz kürzlich auf die Frage, ob er schon wisse, wer am 24. Juli zu Gast beim SV Waldhof Mannheim im Aufgebot stehen könnte. Und wenngleich der Drittligist zuletzt mit einem 2:1-Erfolg beim Zweitligisten Erzgebirge Aue überzeugen konnte, kündigte Titz im Nachgang an, dass es in der Startelf durchaus noch Veränderungen geben könne.

Ein Akteur, der davon sicher nicht mehr betroffen sein dürfte, ist Amara Condé. Der Mittelfeldspieler, der im Sommer vom Regionalligisten Rot-Weiss Essen an die Elbe wechselte, ist ein klarer Kandidat für die erste Elf – dies stellte er gegen Aue eindrucksvoll unter Beweis. Im zentralen Mittelfeld glänzte der 24-Jährige mit bissigen Zweikämpfen, klugen Pässen und gefährlichen Vorstößen in die Offensive. Bei einem dieser Ausflüge in den Angriff trug sich der Mittelfeldmann mit dem 1:0 sogar in der Torschützenliste ein, wobei das nicht zu seinen primären Aufgaben gehört.

„Kommunikation ist das A und O“

„Wenn ich im Spiel bin, macht der Kopf zu. Dann fokussiere ich mich nur darauf, dem Team so weit wie möglich zu helfen, um Spiele zu gewinnen“, sagte Condé, der sich auf dem Platz „immer einbringen“ möchte. Dies ist ihm im Gastspiel beim Zweitligisten sehr gut gelungen – nicht nur in seiner Rolle als zentraler Organisator, sondern auch als Kommunikator. Lautstark gab Condé die Anweisungen, als wäre er schon ewig in der Mannschaft. „Ich denke, Kommunikation ist das A und O“, antwortete der gebürtige Freiberger auf seine unüberhörbaren Anweisungen angesprochen.

Mit diesen Qualitäten ist Condé ein heißer Anwärter auf einen Posten in der Stammformation – zumal sich mit Adrian Malachowski ein direkter Kontrahent auf seiner Position im Aufbautraining befindet und Sebastian Jakubiak, der die Rolle ebenso offensiv wie Condé interpretieren könnte, nach einem Riss der Achillessehne noch lange fehlen wird.

Condé fühlt sich in Magdeburg wohl

Condé jedenfalls freut sich bereits auf die neue Spielzeit. „Wir wollen natürlich erfolgreichen und guten Fußball spielen“, sagte der Deutsch-Guineer auf die Saisonziele angesprochen. Und vor allem freut er sich, mit seiner neuen Mannschaft Fußball zu spielen: „Ich glaube, wir haben sehr viele Spieler, die den Ball gerne haben möchten, die sich immer anbieten und dem Mitspieler helfen. Das ist das Beste überhaupt.“ Ebenso wohl wie in seinem neuen Team fühlt sich der Mittelfeldmann in Magdeburg. „Man merkt wirklich, diese Stadt lebt den Verein“, sagte Condé mit strahlenden Augen. „Wenn man rausgeht, sieht man – egal wo – überall den FCM.“

Und dabei dauert es noch knapp zwei Wochen, bis die neue Spielzeit überhaupt startet – und drei Wochen, bis der 1. FC Magdeburg gegen Aufsteiger SC Freiburg II sein erstes Heimspiel in der MDCC-Arena bestreitet (31. Juli). Bis dahin will sich Amara Condé längst einen Namen in der Startelf gemacht haben.