Fußball

FCM: Atik hat sich selbst nicht erkannt

Fast sieben Wochen musste Baris Atik auf sein FCM-Debüt warten. Doch beim 0:4 gegen Verl konnte er die Erwartungen nicht erfüllen.

Magdeburg l In seinem ersten Spiel für den Drittliga-Vorletzten 1. FC Magdeburg dauerte es nicht lange, bis Baris Atik im Rampenlicht stand. Beim 0:4 (0:3) gegen Verl war das in der Anfangsphase sogar gleich zweimal der Fall. Zunächst erlaubte er sich vor dem Strafraum einen Ballverlust, der zum 0:1 führte (4.). „Ich habe mich gedreht und dabei für die falsche Seite entschieden“, bedauerte der Deutsch-Türke.

Wenig später tauchte Atik dann in aussichtsreicher Position vor dem Verler Tor auf, zögerte aber zu lange und verpasste damit einen Abschluss und auch das Zuspiel auf Sirlord Conteh (7.). „Die wenigen Möglichkeiten, die wir hatten, haben wir nicht für uns genutzt“, ärgerte sich FCM-Trainer Christian Titz. Denn die Magdeburger konnten gegen den Aufsteiger so gut wie keine Akzente nach vorn setzen.

Auch der zentrale Mittelfeldmann Atik nicht, der sich nach seiner Ankunft in Magdeburg Anfang Januar direkt einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und zuvor noch nicht einmal im Kader stand. Kam die Nominierung für die Startelf überraschend? „Nein, ich habe mich gut gefühlt“, sagte der 1,69 Meter große Dribbler, der selbst mit seiner schwachen Leistung haderte: „Das war kein gutes Spiel von mir. Ich habe mich selbst nicht erkannt.“ Auch das Zusammenspiel mit den neuen Kollegen klappte laut dem 26-Jährigen nicht: „Wir haben als Team gar nicht funktioniert. Wir können nichts Positives aus diesem Spiel mitnehmen. Nur die Tatsache, dass wir aus den vielen Fehlern lernen müssen.“

Klare Worte vom ehemaligen Dresdner, der neben Saliou Sané und Nico Granatowski als einer der Hoffnungsträger im Winter kam. Doch es war auch klar, dass von Atik keine Wunderdinge zu erwarten sein würden. Immerhin war er vor seinem Engagement in Magdeburg ein halbes Jahr vereinslos. Bis Sommer 2020 steckte er mit Dynamo Dresden im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Am Ende erfolglos. Zumindest kann und will er seine Erfahrungen nun aber bei Blau-Weiß einbringen. „Abstiegskampf ist schwer. Wir müssen geduldig und klar sein, die Angst hinten anstellen und positiv nach vorn schauen“, sagte der gebürtige Pfälzer.

Nach der bislang punktlosen Rückrunde geht es laut Atik darum, Ruhe zu bewahren. „Wir dürfen uns von diesen Phasen nicht herunterziehen lassen.“ Einfacher wird es aber auch im kommenden Spiel nicht, wenn die Magdeburger am Sonnabend um 14 Uhr auswärts beim Tabellenvierten SV Wehen Wiesbaden antreten. Ein Team, das achtmal in Folge ungeschlagen ist und zuletzt viermal in Folge als Gewinner vom Platz ging.

Atik meinte, bei dieser denkbar schweren Aufgabe gehe es vor allem darum, „die Fehler abzustellen“, sich gleichermaßen aber auch „nicht zu verstecken“. Sollte Titz wieder auf den Neuzugang setzen, gelobt dieser Besserung. „Ich denke, ich werde mich von Spiel zu Spiel verbessern. Ich muss im Training noch mehr Gas geben, um der Mannschaft weiterhelfen zu können.“