Fußball

FCM enttäuscht beim 1:1 gegen Frankfurt

Drittligist 1. FC Magdeburg hat vor 17.129 Zuschauern beim 1:1 (0:0) gegen den bereits abgestiegenen FSV Frankfurt enttäuscht.

Von Manuel Holscher

Magdeburg l "Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten dann aber dann auch immer wieder einfache Ballverluste", sagte FCM-Trainer Jens Härtel. "Nach dem 1:0 hätten wir den Vorsprung nicht so schnell hergeben dürfen. Mit dem Frankfurter Ausgleich wurde es für uns schwierig. Unsere langen Bälle, die wir sonst oft gut eingesetzt haben, waren nicht so wirkungsvoll. Auch die Flanken von der Grundlinie in den Strafraum waren teilweise fürchterlich." Der Trainer wechselte im Vergleich zum 1:1 beim Halleschen FC auf zwei Positionen. Für Jan Löhmannsröben und Tobias Schwede rückten Felix Schiller und Julius Düker in die Startelf. Härtel setzte wie zuletzt auf eine Viererkette mit Nils Butzen (rechts), Christopher Handke, Schiller (beide innen) und Nico Hammann (links). Im defensiven Mittelfeld liefen Marius Sowislo und Charles Elie Laprevotte auf, außen Michel Niemeyer (links) und Piotr Cwielong (rechts). Im Sturm wurde Christian Beck von Düker unterstützt.

Schon vor dem Anpfiff durften die FCM-Fans das erste Mal jubeln, als Kapitän Sowislo per Videobotschaft bekanntgab, dass er seinen auslaufenden Vertrag wie bereits in der Volksstimme angedeutet um ein Jahr bis 2018 verlängert hat. Die Ultras von Block U machten unterdessen mit einem Banner klar, für welche Stadionvariante sie sind. "Jetzt nicht am falschen Ende sparen! Die große Variante für die Größten der Welt!" war der Verweis darauf, die geplante Stehplatztribüne zu vergrößern und entsprechend mehr Geld dafür in die Hand zu nehmen als bei der alternativen Variante.

Die Gastgeber starteten, wie es die Aufstellung vermuten ließ, offensiv. Die erste gute Gelegenheite hatte der aufmerksame Düker in der neunten Minute, als sein Linksschuss nur knapp am Tor vorbeiging. Der FSV stand kompakt und versuchte dadurch, den Club zu langen Bällen zu zwingen. Dies gelang ab der zehnten Minute immer besser. In der Offensive setzte Frankfurt auf Konter, Sowislo klärte im Strafraum gegen den einschussbereiten Yannick Stark (20.). Der FCM hatte in der Folge Probleme, zu Chancen zu kommen. Die letzten Pässe wurden entweder abgefangen oder kamen gar nicht erst an. Wenn der FSV dagegen konterte, sah das spielerisch sogar ansehnlicher als bei Magdeburg aus.

Nach dem Seitenwechsel kam Sowislo im Strafraum im Gewühl an den Ball, traf allerdings nur das Außennetz (48.). Der FCM versuchte jetzt, den Druck auf Frankfurt zu erhöhen und den Gegner früher zu stören. In der 52. Minute kam Beck zu einem Abschluss, FSV-Torhüter Sören Pirson hielt aber sicher. Die Partie war jetzt offener und ansehnlicher, weil auch Frankfurt keinesfalls nur die Defensive im Blick hatte. Der mutigere Auftritt des FCM wurde unterdessen in der 59. Minute belohnt, als der starke Düker Beck in Szene setzte und dieser mit einem Flachschuss seinen 103. Pflichtspieltreffer für den Club und das 1:0 erzielte.

Die Freude hielt allerdings nur vier Minuten. Nach einem bösen Fehler von Laprevotte kam Fabian Graudenz an den Ball, lief auf FCM-Torhüter Leopold Zingerle zu und verwandelte zum nicht unverdienten Ausgleich. Wiederum drei Minuten später war Cagatay Kader kurz davor, die Partie zu drehen. Auf der Gegenseite hätte Frankfurts La´Vere Corbin Ong den FCM fast in Führung gebracht, als Niemeyer in den FSV-Strafraum flankte und der Abwehrspieler den Ball gegen den eigenen Pfosten lenkte (69.).

Härtel brachte dann Schwede für Handke (69.). Hammann rückte in die Innenverteidigung, Niemeyer auf die linke Abwehrseite und Schwede auf die Niemeyer-Position. Zudem sollte Tarek Chahed noch mal für offensiven Druck sorgen (77./für Niemeyer). Die Gastgeber verkrampften in der Schlussphase allerdings immer mehr. Ein klarer Spielaufbau war kaum zu erkennen, die Leistung näherte sich wieder dem zwischenzeitlichen Niveau der ersten Hälfte an. Manche Zuschauer unterstrichen ihre Unzufriedenheit dadurch, die sie während und nach dem Spiel pfiffen.

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