FCM

Brian Koglin rückt beim 1. FC Magdeburg in den Fokus

Vor dem Auswärtsspiel beim SV Meppen stellt sich die Defensive des FCM fast von alleine auf. So dürfte Brian Koglin wegen der vielen Ausfälle diesmal gesetzt sein.

Von Kevin Gehring
Gegen die Zwickauer um Routinier Ronny König (l.) durfte FCM-Verteidiger Brian Koglin (r.) 45 Minuten spielen. In Meppen soll er über die komplette Spielzeit für Stabilität sorgen. Foto: imago images

Magdeburg. FCM-Cheftrainer Christian Titz gehen allmählich die Alternativen aus. Nachdem Alexander Bittroff am vergangenen Sonnabend beim 0:0 gegen den FSV Zwickau noch vor der Pause mit Gelb-Roter Karte des Feldes verwiesen wurde, stehen für das Auswärtsspiel beim SV Meppen nur noch zwei Innenverteidiger zur Verfügung.

Kapitän Tobias Müller, der unter Titz in den vergangenen Wochen stets in der Defensive spielte, ist gesetzt. Und was ist mit Brian Koglin, der nach Bittroffs Platzverweis gegen Zwickau zur Pause eingewechselt wurde? „Es ist immer ein Stück weit undankbar, in Unterzahl zur Halbzeit zu kommen“, sagte der 24-Jährige zu seinem in der Konstellation unverhofften Einsatz. „Aber ich bin ganz gut reingekommen und war mit meiner Leistung zufrieden.“

Fünf Mal in Folge ohne Gegentor

Gut stehen folglich die Chancen, dass Koglin heute im Emsland wieder neben Tobias Müller spielen wird – dieses Mal von Beginn an. Zumal Titz beim neuen FCM-Prunkstück, der Defensive, die zuletzt fünfmal in Serie die Null gehalten hat, wahrlich nicht die Qual der Wahl hat. Vor allem deswegen nicht, weil neben den Langzeitverletzten Dustin Bomheuer und Jürgen Gjasula, die Kandidaten für diese Position wären, in der Vorwoche auch noch die gelernten Innenverteidiger Korbinian Burger und Philipp Harant ausfielen.

Trotz der dünnen Personaldecke in der Abwehr bleibt Koglin optimistisch. „Ich sehe da keine Probleme“, sagte er bestimmt. „Es ist natürlich immer ärgerlich, wenn Spieler wegbrechen. Aber ich denke, wir sind im Kader so breit aufgestellt, dass wir das alles auffangen können“, so Koglin weiter.

Gewissermaßen nimmt sich der gebürtige Hamburger also selbst in die Pflicht, den in den vergangenen Wochen stark und abgeklärt aufspielenden Bittroff zu ersetzen.

FCM will sein Spiel durchdrücken

Ebenso wenig mache der Tausch auf der Meppener Trainerbank – der SVM hatte sich erst am vergangenen Donnerstag von Torsten Frings getrennt und am Dienstag dann Rico Schmitt als seinen Nachfolger präsentiert – den Elbestädtern zu schaffen. „Es ist immer schwer, eine Mannschaft nach einem Trainerwechsel einzuschätzen“, meinte Koglin zwar. „Aber ich glaube, wir müssen uns gar nicht so sehr mit dem Gegner beschäftigen. Wenn wir unser Spiel durchdrücken, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass wir die drei Punkte holen werden“, schob er überzeugt hinterher.

Ähnlich denkt sein Cheftrainer vor dem Gastspiel in der Hänsch-Arena. „Am Ende des Tages wird es eine Vorbereitung sein müssen, bei der der Fokus noch ein Stück weit stärker auf uns liegt“, so Titz.

Koglin: „Wir haben genug Körner“

Viel Zeit blieb den Magdeburgern nach der intensiven Punkteteilung mit dem FSV Zwickau ja ohnehin nicht. Regeneration am Sonntag, Mobilisierung am Montag, eine reduzierte Einheit vor der gestrigen Abfahrt – viel mehr ließ der enge Zeitplan der englischen Woche nicht zu. Koglin ist dennoch zuversichtlich: „Ich denke, wir haben genug Körner, um in Meppen wieder Gas zu geben.“

Schließlich steht viel auf dem Spiel: Mit einem Auswärtssieg könnte der FCM endgültig die Weichen zum Klassenerhalt stellen.

Sollte Titz keinen neuen taktischen Kniff oder eine personelle Überraschung wie den nach langer Verletzung wieder fitten Timo Perthel aus dem Ärmel zaubern, so dürfte das Innenverteidiger-Duo mit Tobi Müller und Koglin in Meppen gesetzt sein – und dort mit der Aufgabe betreut werden, die Elbestädter zur sechsten weißen Weste in Serie zu führen.