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Luca Schuler schießt den 1. FC Magdeburg zurück an die Spitze

Der 1. FC Magdeburg ist zurück an der Tabellenspitze. Am Samstagabend gewannen die Blau-Weißen mit 1:0 (1:0) im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Mann des Tages war ausgerechnet ein ehemaliger Lauterer.

Von Kevin Gehring
Schon nach sieben Minuten sorgte Luca Schuler für Jubel bei den FCM-Fans und seinen Mitspielern wie Baris Atik (r.).
Schon nach sieben Minuten sorgte Luca Schuler für Jubel bei den FCM-Fans und seinen Mitspielern wie Baris Atik (r.). Eroll Popova

Magdeburg - Der 1. FC Magdeburg grüßt wieder von der Tabellenspitze der 3. Liga. Am Sonnabend setzte sich die Mannschaft von Christian Titz im Heimspiel mit 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern durch und setzte sich zurück auf den Platz an der Sonne. Den sehenswerten Siegtreffer erzielte ausgerechnet Luca Schuler (7.).

Vor dem Aufeinandertreffen der beiden großen Traditionsvereine hatte FCM-Chefcoach Titz drei Wechsel in seiner Startformation vorgenommen. Wie erwartet kehrte der genesene Kapitän Tobias Müller zurück in die Abwehrkette, ersetzte Tim Sechelmann in der Innenverteidigung. Auf der rechten Abwehrseite rückte Tobias Knost neu in die Startelf, spielte für Raphael Obermair, der wiederum für den verletzten Leon Bell Bell auf links verteidigte. Den dritten Tausch nahm Titz in der Offensive vor, ersetzte Florian Kath durch den früheren FCK-Nachwuchsspieler Luca Schuler - und das sollte sich auszahlen.

Schuler sorgt für Ekstase

Nur sieben Minuten waren gespielt, da versetzte Schuler die MDCC-Arena in Ekstase. Nachdem ihm Ball nach Obermair-Zuspiel im ersten Versuch noch leicht versprungen war, traf der Angreifer nach einer schnellen Drehung sehenswert in den Winkel. Schon in den folgenden Minuten hätte der Blondschopf für den FCM erhöhen können, traf erst die Latte (10.) und setzte wenig später auch einen Heber zu hoch an (16.).

Ansonsten waren es aber nicht die Torchancen, sondern Zweikämpfe, die das Geschehen über weite Strecken der ersten Hälfte bestimmten. Immer wieder setzte der FCK der spielerischen Klasse der Gastgeber mit Härte entgegen. Und doch hatten die Elbestädter vor der Pause noch eine große Gelegenheit zum 2:0. Torschütze Schuler, Baris Atik und Sirlord Conteh stürmten bei einem Konter dem Gäste-Gehäuse entgegen, doch versprang Conteh der Ball in aussichtsreicher Position (44.).

Conteh verlässt den Platz auf der Trage

Conteh stand auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel wieder im Mittelpunkt. Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff hatte sich der pfeilschnelle Offensivspieler ohne Gegnereinwirkung verletzt. Mit Händen vor dem schmerzverzerrten Gesicht verließ er den Platz auf der Trage. Für Conteh kam Jason Ceka, der in der FCM-Offensive aber weitestgehend unauffällig blieb.

Ohnehin ließen es die Hausherren im zweiten Durchgang mit veränderter taktischer Marschroute angehen, agierten aus einer defensiveren Grundordnung und setzten immer wieder auf schnelle Gegenstöße. Bei einem solchen kam Obermair aus spitzem Winkel zum Abschluss, scheiterte aber an FCK-Schlussmann Matheo Raab (53.). Ansonsten war der Keeper ebenso wie sein Pendant auf Magdeburger Seite, Dominik Reimann, nur selten gefordert, spielte sich das Geschehen weitestgehend im Mittelfeld ab.

Die größte Chance zur frühzeitigen Entscheidung verpasste Atik, der in der 90. Minute zunächst am Schlussmann scheiterte und anschließend beim vermeintlichen 2:0 wegen einer Abseitsposition von Henry Rorig zurückgepfiffen wurde. So mussten die Elbestädter während der sechsminütigen Nachspielzeit weiter zittern, ehe Schiedsrichter Alexander Sather die Partie unter tosendem Applaus der Fans beendete.