3. Liga

1. FC Magdeburg: Mit Bittroff steht die Null

Alexander Bittroff ist aus der Abwehr des 1. FC Magdeburg nicht mehr wegzudenken. Mit seiner Ruhe und Erfahrung trägt der 32-Jährige entscheidend zum Aufschwung des FCM bei.

Von Dennis Uhlemann
Auch wenn er von vier Gegenspielern umringt ist, behält Alexander Bittroff (M.) die Ruhe. Beim 1:0-Heimsieg gegen Lübeck kehrte er nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück und es stand direkt wieder die Null. Foto: Christian Schroedter

Magdeburg. In sechs der vergangenen sieben Spiele blieb der 1. FC Magdeburg ohne Gegentreffer. Das ist eines der Erfolgsrezepte, das den blau-weißen Fußballern den Sprung auf den zehnten Tabellenplatz in der 3.?Liga bescherte. Als es doch mal wieder hinten klingelte, beim 2:1-Sieg in Meppen, fehlte Alexander Bittroff mit einer Gelb-Rot-Sperre. Bei der Rückkehr des 32-jährigen Innenverteidigers stand gegen den VfB Lübeck (1:0) prompt wieder die Null.

Der Bittroff-Faktor? Nein, das will der erfahrene 1,86-Meter-Mann nicht gelten lassen. „Wir verteidigen als Mannschaft gut. Gegen Meppen hätten wir eigentlich auch kein Gegentor bekommen, da haben wir nur einen individuellen Fehler im Spielaufbau gemacht. Entsprechend liegt das nicht an mir, sondern an der gesamten Mannschaft.“

Doch dass Bittroff neben Kapitän Tobias Müller ein zentraler Bestandteil der zuletzt so sattelfesten Abwehrreihe ist, kann man nicht von der Hand weisen. Erst im Oktober wurde der Defensiv-Allrounder als 14.?Neuzugang der aktuellen Saison vorgestellt. Er konnte sich unter dem Ex-Trainer Thomas Hoßmang jedoch nie entscheidend festspielen. Mal kam er auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz, mal auf der linken.

Erst als Innenverteidiger – und spätestens als der neue Trainer Christian Titz seit Ende Februar dauerhaft in dieser Position besetzt, ruft Alexander Bittroff sein volles Leistungsvermögen ab. Mit der Routine aus 167?Zweitliga- und 106?Drittliga-Spielen hilft er den Magdeburgern in der aktuellen Phase sehr weiter. Der gebürtige Brandenburger ist ein sicherer Passspieler und ein guter Zweikämpfer. 17-mal hat er gegen Lübeck den Ball erobert, davon sechsmal schon in der gegnerischen Hälfte.

Auch dank Bittroff hat die FCM-Defensive ihre Stabilität aus der Vorsaison zurückgewonnen. Damals sicherte sich Blau-Weiß erst mit einem 2:0-Sieg in Ingolstadt am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Dieses Mal könnte das schon vier Spieltage vor Ultimo gelingen, wenn die Magdeburger auch am kommenden Mittwoch in Saarbrücken drei Punkte holen. „Wir sind rechnerisch noch nicht durch und müssen noch punkten, um uns vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern“, betont Bittroff. Wenngleich er weiß, dass in der aktuellen Verfassung sogar noch viel mehr möglich ist. „Wenn wir die nächsten vier Spiele gewinnen, können wir in der Tabelle noch den einen oder anderen Platz nach oben steigen.“

Ein einstelliger Rang im Abschlusstableau? Was vor zwei Monaten noch unvorstellbar war, ist jetzt durchaus realistisch. Denn: „Wir haben das in den vergangenen Wochen sehr ordentlich gemacht“, begründet Bittroff und ergänzt: „Wir ziehen alle an einem Strang. Einer springt für den anderen in die Bresche. Das ist ein hohes Gut, das wir haben.“

23 von 27 möglichen Zählern holten die Elbestädter zuletzt. Bei dieser Form wünscht man sich doch gar kein freies Wochenende, oder? Bittroff kann damit leben: „In der englischen Woche haben einige von uns drei Partien durchgespielt. Da kommt es auch mal ganz gelegen, durchzuschnaufen und kleinere Blessuren auszukurieren.“

Mit neu gesammelter Kraft soll es dann in den Saisonendspurt gehen. Und mit der zuletzt so sicheren Defensive um Bittroff sollen dann im besten Fall vier weitere Spiele ohne Gegentor folgen.

Mehr zum 1. FC Magdeburg im FCM-Blog der Volksstimme