Leichtathletik

Baethge: Bewusst mit der Thematik umgehen

Wenige Wochen trainierten die Leichtathleten des Haldensleber SC wieder in kleinen Gruppen im Waldstadion.

Haldensleben l „Ich gehe davon aus, dass wir in das gleiche Schema fallen, wie beim ersten Lockdown“, blickte Hartmut Baethge bereits vor einigen Tagen voraus. Mittlerweile ist klar: Es herrscht wieder absolutes Trainingsverbot in Gruppen, einzig der Hochleistungssport darf betreut werden. Dabei hatten die Verantwortlichen beim HSC ein gutes Konzept. „Es ist das gleiche wie im Frühjahr. Wir gehen sehr bewusst mit der Thematik um, versuchen so gut es geht immer die gleichen Trainingsgruppen zusammen zu stellen.“

Und die Kinder waren dankbar für jede Einheit, die sie nicht alleine absolvieren mussten. „Na klar macht es ihnen im Verbund mehr Spaß. Besonders in der kalten Jahreszeit lässt die Motivation nach, dazu bleibt vielen nach der Schule nur noch wenig Zeit, um Übungen im Hellen durchzuführen“, gibt der erfahrene Übungsleiter Einblick. Natürlich sind die Leichtathleten nicht am schlimmsten betroffen, denn sie haben die Möglichkeit, alleine für ihren Sport zu trainieren. „Es ist aber auch nicht der Traum eines jeden Werfers zu Hause auf einen Acker oder eine Wiese zu werfen. Im Ablauf können sich kleine Fehler einschleichen, die man dann nicht wieder herausbekommt“, sieht Baethge auch Probleme. Es wird also mehr noch als beim ersten Lockdown auf die Eigenmotivation seiner und aller anderen Schützlingen ankommen.

Denn Titelkämpfe sind in den kommenden Wochen nicht geplant. „Es gibt eine sehr deutliche Aussage der Landestrainierin, dass keine Meisterschaften in der Halle geplant sind.“ Eine Durchführung unter den aktuellen Auflagen ist einfach nicht umsetzbar. „Wir hatten im Oktober mal einen Probelauf in Halle, aber da durfte man als Trainer kaum Kontakt zu seinem Sportler haben“, so Baethge.