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TennisBecker als Zverev-Trainer? „Die Chance gibt es immer“

Boris Becker ist wieder frei für einen neuen Schützling - greift Alexander Zverev zu? Generell vorstellbar sei das zwar, meint der Olympiasieger. Aber es gibt einen Haken.

Von dpa 13.02.2024, 13:54
Alexander Zverev schließt eine Zusammenarbeit mit Tennis-Ikone Boris Becker als Trainer nicht aus.
Alexander Zverev schließt eine Zusammenarbeit mit Tennis-Ikone Boris Becker als Trainer nicht aus. Harald Tittel/dpa

Berlin - Olympiasieger Alexander Zverev schließt eine Zusammenarbeit mit Tennis-Ikone Boris Becker als Trainer nicht aus. „Die Chance gibt es immer, gab es auch immer“, sagte der 26-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Der Hamburger schätzt das Expertenwissen des sechsmaligen Grand-Slam-Turniersiegers, er schränkte jedoch ein: „Aber wenn man darüber nachdenkt, jemanden wie Boris dazuzuholen, ist es, um die großen Turniere zu gewinnen. Und da muss der Trainer natürlich bei den großen Turnieren dabei sein.“

Becker hatte vor einer Woche das Ende seines Trainer-Engagements für den dänischen Weltranglisten-Siebten Holger Rune nach nicht einmal einem halben Jahr bekannt gegeben und dies mit Terminproblemen begründet: „Aufgrund von beruflichen und privaten Gründen kann ich Holger nicht das geben, was er im Moment braucht.“ 

Beckers Job als TV-Experte

Bei den Australian Open im Januar war Becker in Melbourne nicht an Runes Seite, stattdessen berichtete der 56-Jährige von Deutschland aus als TV-Experte für Eurosport. Bei den US Open im vergangenen September konnte Becker wegen Visumproblemen nicht vor Ort für den Internet-Sender Sportdeutschland.TV berichten. Davor hatte er bei seinem Lieblingsturnier in Wimbledon für Sky Italia ebenfalls aus der Ferne kommentiert. Nach der vorzeitigen Entlassung aus der Haft im Dezember 2022, die er in einem Londoner Gefängnis wegen falscher Angaben im Insolvenzverfahren verbüßt hatte, durfte Becker nicht nach England einreisen.

Zverev wird seit der Trennung vom Spanier Sergi Bruguera im Mai erneut von seinem Vater Alexander trainiert. Generell sei er nicht abgeneigt, Ex-Superstars als Coaches anzuheuern, sagte Zverev. „Einfach in ihr Hirn reinzuschauen und einfach mal sehen, worüber sie denken und wie sie in solchen Situationen gehandelt haben, das kann einem immer helfen“, sagte der Weltranglisten-Sechste, der auf seinen ersten Grand-Slam-Turniersieg noch wartet. „Da kann man immer dazulernen, da werde ich auch nicht stur sein und sagen: Ich weiß alles.“