Berlin (dpa) - Bayer Leverkusen hat Borussia Dortmund die nächste Enttäuschung in der Fußball-Bundesliga zugefügt und vorerst die Rolle des ersten Bayern-Jägers übernommen.

Die Werkself siegt zum Hinrunden-Abschluss gegen den BVB 2:1 (1:0) und kletterte mit 32 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz, den RB Leipzig (32) am Mittwoch mit einem Punktgewinn gegen Union Berlin aber wieder übernehmen kann. Auch der Hinrundenmeister aus München (36) kann beim FC Augsburg noch nachlegen.

Die Dortmunder (29) müssen dagegen zunehmend um die erneute Königsklassen-Qualifikation bangen, denn der VfL Wolfsburg (29) und Borussia Mönchengladbach (28) sind herangerückt. Wolfsburg siegte beim FSV Mainz 05 2:0 (0:0), Gladbach erkämpfte sich ein 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen.

Im Tabellenkeller wird die Lage der mit vielen Millionen aufgepeppten Hertha immer brenzliger. Die Berliner unterlagen der TSG 1899 Hoffenheim 0:3 (0:1) und sind mit 17 Punkten nur noch Tabellen-14. Bis zum Relegationsrang sind es nur fünf Punkte, der Drittletzte 1. FC Köln kann am Mittwoch bei Schlusslicht FC Schalke 04 noch Boden gut machen.

In Leverkusen ließen Moussa Diaby (14.) und Florian Wirtz (80.) die Gastgeber nach zuvor vier sieglosen Partien wieder jubeln. Damit setzte es für den BVB, der durch Ex-Bayer-Profi Julian Brandt zum zwischenzeitlichen Ausgleich kam (67.), die sechste Saisonpleite. Wolfsburg kam durch Tore von Bartosz Bialek (65.) und Wout Weghorst (79.) zum Sieg in Mainz.

Die Gladbacher sind im Jahr 2021 weiter ungeschlagen. Das Tor des Abends erzielte Abwehrspieler Nico Elvedi (66.), der damit den Part der Angriffsabteilung übernahm, die bei den Gladbachern sehr ausgedünnt war. Denn neben dem gesperrten Marcus Thuram fehlte bei der Borussia, die auf vier Positionen rotierte, auch Embolo, der wegen möglicher Verstöße gegen die Corona-Schutzordnung aus dem Kader gestrichen wurde. Embolo bestreitet Party-Vorwürfe und muss zwei negative Testergebnisse vorweisen, bevor er ins Team zurückkehren kann.

In Berlin setzte sich die Misere der Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia fort. Nachdem Krzystof Piatek durch einen vergebenen Foulelfmeter die Chance zur Hertha-Führung vergab (12.), traf Sebastian Rudy auf der Gegenseite für Hoffenheim (33.). Andrej Kramaric machte im zweiten Durchgang mit einem Doppelpack alles klar (68. und 88.). Für Hoffenheim war es der erste Sieg im Jahr 2021.

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