Handball, Sachsen-Anhalt-Liga: Güsener HC feiert beim 40:34 (17:14)-Sieg gegen Jessen Torfestival

Das Beste kommt zum Schluss: GHC stellt neuen Torrekord auf

Torreicher Jahresabschluss für den Güsener HC: In der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga mangelte es im letzten Hinrundenspiel zwischen den Steinbrecher-Schützlingen und dem Jessener SV wahrlich nicht an Treffern. Mit 40:34 (17:14) schickte der GHC die Gäste aus dem Kreis Wittenberg am Sonnabend wieder auf die Heimreise und stellte damit einen persönlichen Rekord in dieser Spielzeit auf. Güsens Linksaußen Rene Teßmann war mit neun Treffern bester Werfer seines Teams.

Güsen. GHC-Trainer Eric Steinbrecher musste nach dem Abpfiff lange in Gedanken suchen, bis er sich erinnern konnte, wann seine Sieben zuletzt die 40-Tore-Marke in einem Pflichtspiel knacken konnte. "Das muss in der Aufstiegs-saison 2007/2008, damals noch in der Verbandsliga, gewesen sein." Das Gedächtnis des GHC-Coaches trügt nicht. Gegen den Absteiger SV Oebisfelde II stand damals ein 42:31-Heimsieg zu Buche.

Im Hier und Jetzt fiel die Gegenwehr der Gäste allerdings etwas intensiver aus. Trotz der 34 Gegentreffer (darunter elf von Christian Peschek) nahm Steinbrecher seine Abwehr aber in Schutz. "Wir hatten Jessen bis auf eine Reihe einfacher Hüftwürfe jederzeit im Griff", lobte Güsens Trainer auch seine Defensivabteilung.

Diese stand über weite Teile der ersten Hälfte auch öfter im Mittelpunkt als ihr lieb war. Über die Stationen 1:2, 3:5 und 8:10 sahen sich die Hausherren zunächst ins Hintertreffen geraten. Danach drehten die Güsener aber auf.

Ausgerechnet nach einer Auszeit der Gäste (25.) kam der GHC besser ins Spiel und erarbeitete sich eine 17:14-Halbzeitführung. Dass es in der Elbe-Havel-Halle manchmal auch nicht nur vom Ergebnis her eng zugeht, musste Schiedsrichter Torsten Weinert kurz vor der Halbzeitpause schmerzlich erfahren. Der Biederitzer, der zusammen mit dem Irxlebener Andre Parfil das Gespann bildete, kollidierte hinter dem Tor mit einem Jessener Angreifer. Nach kurzer Behandlungspause und fairem Applaus ging es dann aber weiter mit der Partie.

Mit Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte zeigte der GHC sofort, dass er nicht gewillt war, sich die Jahresabschlussparty von den Gästen verderben zu lassen. In ihrer stärksten Phase warfen die Güsener um die glänzend aufgelegten Rene Teßmann (9), Carsten Beyer (8) und Kevin Haßbargen (6) Tor um Tor heraus. Beide Teams stellten nun endgültig auf "totale Offensive" um und schnell wurde klar, dass eine Gesamttoranzahl von über 70 an diesem Tag alles andere als unmöglich sein würde.

Mit 20:16 und 22:17 verschaffte sich der GHC bei noch 20 verbleibenden Minuten eine beruhigende Führung. Zwischenzeitlich erlaubten sich die Gastgeber zwar noch eine kleine Schwächephase und ließen Jessen herankommen (31:29), um dann aber in den Schlussminuten noch einmal mit traumwandlerischer Sicherheit die Bälle im Tor der Gäste unterzubringen.

Am Ende stand mit 40:34 die neue persönliche Liga-Bestmarke der Güsener, die sich mehr als würdig von ihren Fans in die Weihnachtsferien verabschiedeten. "Die Jungs wollen zwar mit voller Power weitertrainieren, aber ich denke, ein paar freie Tage mit der Familie tun uns allen gut", blickte Trainer Steinbrecher voraus.

Güsener HC: T. Beyer, Bretschneider – K. Haßbargen (6/3), Buchheister, Hennig, Teßmann (9), Hoffmann (6), C. Beyer (8), Eichner, C. Haßbargen (5), R. Klewe (5), Geue, Salomon (1), Steindorf