Fußball Halberstadt sucht noch zwei Spieler für neue Saison

Fall Beck weiter offen: Wechselt Top-Stürmer zu RB Leipzig?

Von Christian Meyer

Halberstadt l "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold", nach dieser Redensart verhalten sich die Beteiligten im Fall Christian Beck. Nachdem vor neun Tagen bekannt geworden ist, dass "das Tischtuch zwischen Spieler und Verein zerschnitten" und "das Vertrauensverhältnis zerstört ist", wie Wolfgang Benkert, Berater (Pro Profil GmbH) des Angreifers, gegenüber der Volksstimme erklärte, schweigen die Verantwortlichen. Der Fall Beck liegt noch immer bei den Anwälten.

Es geht um ein angebliches Angebot zur Auflösung des bis zum 30. Juni 2013 datierten Vertrages des Toptorjägers. Germania soll Ende Mai 10 000 Euro verlangt und wenige Tage später einen Rückzieher gemacht haben. Die Verantwortlichen in Halberstadt bestreiten dies.

Fest steht: Vom Vorhaben, nur noch unterklassig Fußball zu spielen (Volksstimme vom 14. Juni), ist Beck weit entfernt. Der 15-Tore-Stürmer, der erst in der Vorsaison aus Torgelow in den Vorharz wechselte, hat angeblich das Interesse von Regionalliga-Krösus RB Leipzig geweckt. Dort soll der 1,96-Meter-Hüne Stefan Kutschke ersetzen, der sich Medienberichten zufolge bereits mit Bundesligist VfL Wolfsburg einig ist. In Leipzig würde Beck auf starke Konkurrenz treffen. Neben den wohl gesetzten Daniel Frahn und Roman Wallner stehen mit Carsten Kammlott und Nachwuchshoffnung Tom Nattermann weitere Angreifer im Kader. Allerdings keiner von der Statur eines Christian Beck. Von den Vorzügen des Stürmers, der alle 34 Spiele machte, konnte sich Trainer Peter Pacult in der abgelaufenen Saison überzeugen. In der Hinrundenpartie (3:2) traf der 24-Jährige, es war eines von acht Kopfballtoren.

Unterdessen sind die Personalplanungen bei Germania Halberstadt nach der Verplichtung des Brüderpaares Nils Fernando und Jens Enrique Gottschick, beide überzeugten im Probetraining Ende Mai, fast abgeschlossen. Gesucht wird neben einem Feldspieler vor allem ein zweiter Torwart.

Zuvor hatten die Vorharzer bereits mit Max Worbs, Florian Büchler und Tobias Haufe drei Offensiv- sowie mit Carl-Christoph Labisch und Frederic Schütze zwei Defensivspieler unter Vertrag genommen.