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Fußball Nach Fan-Ausschluss: KRC Genk erhebt Vorwürfe gegen Polizei

Nach den Vorfällen beim Europa-League-Spiel des KRC Genk spricht der belgische Club von „übermäßiger Polizeigewalt“. Mitgereiste Fans konnten den Sieg in Utrecht nicht sehen.

Von dpa Aktualisiert: 23.01.2026, 09:46
Polizei im Block: Über 300 Fans des KRC Genk mussten nach dem Einsatz das Stadion verlassen.
Polizei im Block: Über 300 Fans des KRC Genk mussten nach dem Einsatz das Stadion verlassen. Robin Van Lonkhuijsen/ANP/dpa

Utrecht - Der belgische Fußballclub KRC Genk hat der niederländischen Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen gegen Fans beim Auswärtsspiel in Utrecht vorgeworfen. Die Polizei hatte zuvor rund 1.200 Gäste-Fans wegen Sicherheitsbedenken von der Partie in der Europa League ausgeschlossen, die Genk 2:0 gewann. Zuvor hatte sie rund 300 mitgereiste Anhänger von der Gästetribüne geschickt. Aufgrund der Räumung begann die Partie mit 53-minütiger Verspätung.

„Seitdem sind dem KRC Genk Bilder und Berichte zugegangen, die unnötige und übermäßige Polizeigewalt belegen. Der Verein verurteilt dieses unverhältnismäßige Vorgehen der lokalen Behörden gegen unschuldige KRC-Genk-Fans auf das Schärfste“, hieß es in einer Clubmitteilung. Von den Behörden aus Utrecht gab es dazu zunächst keine Reaktion.

Die Entscheidung für den Ausschluss fiel, nachdem sich etwa 300 Genk-Anhänger weder einer Identitätskontrolle noch einer Durchsuchung unterzogen hätten, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Eine große Gruppe der aus Belgien angereisten Fans habe sich Polizeiangaben zufolge den Kontrollen entzogen, indem sie über Sicherheitsbarrieren geklettert sei.

Laut FC Utrecht hätten sich 60 Personen ohne Eintrittskarte im Gästeblock eingefunden, wie der niederländische Sender NOS berichtete. Der Verein habe deshalb verlangt, vor dem Anpfiff zunächst den Gästeblock zu räumen. Die Polizei schickte daraufhin laut eigenen Angaben alle betroffenen Anhänger von der Gästetribüne. Einige waren mit Stöcken und Stangen bewaffnet, weshalb sich die Räumung verzögerte.

Auch dem weiteren Genk-Anhang wurde dann aufgrund der Vorfälle der Besuch des Spiels verwehrt. „Der Verein bedauert zutiefst, dass 1.200 treue Genk-Fans diesen großartigen europäischen Auswärtssieg nicht miterleben konnten und unnötigerweise stundenlang im Bus festsaßen“, erklärte der Club.

Genk will Vorfall untersuchen

Der KRC Genk verurteilte vor der Kritik an der Polizei das Verhalten seiner Anhänger. „Der Verein bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Fans und die Organisation“, hieß es in einer weiteren Mitteilung. Der Verein werde den Vorfall gründlich untersuchen und über weitere Schritte entscheiden.

„Wir haben geprüft, ob die Fans aus Genk, die mit anderen Bussen angereist waren und noch nicht im Stadion angekommen waren, noch auf der Gästetribüne Platz nehmen konnten“, erklärten die lokalen Behörden in einer Mitteilung. „Leider waren die Schäden auf der Gästetribüne so groß, dass es nicht mehr möglich war, sie rechtzeitig zu reinigen und vor allem zu sichern.“

Bereits rings um vergangene Europa-League-Heimspiele des FC Utrecht gegen Olympique Lyon und den FC Porto war es laut Sender NOS zu Ausschreitungen mit Verletzten gekommen.