Magdeburg. Gut fünf Monate ist Marc Schmedt nun der "Macher" beim Handball-Bundesligisten SC Magdeburg. Und die Zwischenbilanz des Multifunktionärs, der angetreten war, um die "Strahlkraft, die der SCM als etablierter Erstligist in der Region Sachsen-Anhalt immer noch besitzt, wieder ins Bewusstsein zu rücken", kann sich sehen lassen. Denn nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich und in der Außendarstellung setzt der wiedererstarkte "Kultklub des Ostens" neue Akzente.

Jüngstes Beispiel ist die "Rückrunden-Dauerkarte", die man ab sofort ab 115 Euro über die Service-Hotline des SCM (0391/886 856 25) oder im Internet (www.scm-handball.de) bestellen kann. Und so ganz nebenbei wird auch dem lange Zeit stiefmütterlich behandelten Bereich Merchandising im Verein neuen Schwung verliehen, denn passend zu Weihnachten haben die Vereinsverantwortlichen ein Gesamtpaket geschnürt. So erhält der Beschenkte neben der eigentlichen Dauerkarte für die neun Heimspiele der Rückrunde – darunter gegen so namhafte Teams wie THW Kiel, Flensburg, Lemgo, Hamburg und Gummersbach – noch eine signierte Tasse seines Lieblingsspielers, einen Schlüsselanhänger, einen Spielplan im Scheckkartenformat sowie ein Vier-Wochen-Abo der "Handballwoche". "Und das alles ist verpackt in einer attraktiven Box, das ist doch mal eine schöne Geschenk-Idee", findet Schmedt.

Doch der Ex-Banker hat auch noch andere Erfolge vorzuweisen. So ist es dem Geschäftsführer und seinen Mitstreitern gelungen, Sponsoren nach längerer Abstinenz wieder ins Boot zu holen. Zuerst meldete sich Aufsichtsratsmitglied Bodmar Reichert mit seiner Wiedemann Industrie und Haustechnik GmbH, zurück, dann folgte das Bio-Ölwerk und zuletzt wurde die Runde der "Heimkehrer" durch die FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH komplettiert. Das Magdeburger Unternehmen hat sich seinen Platz auf dem Trikot für diese und die kommende Erstliga-Saison nach Volksstimme-Informationen sogar eine sechsstellige Summe kosten lassen. "Wir freuen uns sehr, dass so ein Traditionsunternehmen wie die FAM wieder Vertrauen in uns setzt und uns unterstützt", ist Schmedt glücklich, dass der apostrophierte Neuanfang beim SCM erste Früchte trägt.

Zum wirtschaftlichen Aufschwung hat auch die neu aus der Taufe gehobene "Spieler-Partnerschaft" beigetragen. "Seit Ende 2009 ermöglicht die HBL den Vereinen, jeden Spieler mit einem individuellen Sponsor auf dem Ärmel des Spieltrikots auszustatten. Diese Möglichkeit haben wir genutzt und vermarkten die Spielerpartnerschaften als weiteres attraktives Sponsoringangebot", erklärt Schmedt und erläutert das Paket, das für einen "unteren fünfstelligen Betrag" zu haben ist: "Neben dem Aufdruck auf dem Trikotärmel trägt der Spieler sein jeweiliges Sponsorenlogo zudem auf dem Rücken des Warmlauf-Trikots und auf der Autogrammkarte. Und natürlich steht der Spieler dem jeweiligen Sponsor für dessen individuelle werbliche Maßnahmen zur Verfügung."

Und das maßgeschneiderte Angebot entpuppt sich laut Schmedt zum "echten Verkaufsschlager". So spülten die Partnerschaften von Rojewski (Malermeister Fischer), van Olphen (Schubert Motors), Wiegert (DBC), Tönnesen (Nordmetan), Landsberg (Le Frog), Grafenhorst (Vodafone), Weber (Schuberth Helme), Coßbau (Toepelt Bau) sowie Eijlers (HASA) bereits Tausende Euros zusätzlich in die SCM-Kasse.