Handball-Bundesligist SC Magdeburg hat sich auf der Torhüterposition bis zum Jahr 2013 abgesichert. Der Verein einigte sich gestern vorzeitig mit Gerrie Eijlers auf die Verlängerung seines Kontrakts für weitere zwei Jahre. Zudem wurde der isländische Nationaltorwart Björgvin Pall Gustavsson mit Beginn der nächsten Saison ebenfalls für zwei Jahre verpflichtet. Er kommt vom Schweizer Erstligisten Kadetten Schaffhausen.

Magdeburg. Schön ruhig wohnt Gerrie Eijlers mit seiner Familie in Magdeburg. Er mag die Bördelandhalle, die Fans, allein den "großen Namen" SCM mag er sowieso. "Deshalb musste ich nicht lange nachdenken", sagt der 30-Jährige zu seiner Entscheidung pro Magdeburg. Dazu beigetragen hat auch "der Aufschwung", den er nach einer schwierigen ersten Saison nun im ersten Drittel der laufenden Serie erlebt – und an dem er großen Anteil hat. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung von Gerrie", erklärt SCM-Geschäftsführer Marc Schmedt. "Wir schätzen ihn sehr.

Eijlers ist die unumstrittene Nummer eins in dieser Saison, ab der kommenden Serie muss er um den Posten kämpfen. Mit Gustavsson kommt der Silbermedaillengewinner von Peking 2008 und EHF-Cup-Finalist mit Schaffhausen nach Magdeburg, der 25-Jährige hat große Ansprüche an sich selbst: "Ich will einer der fünf besten Torhüter der Welt werden", wird er auf handball-world.com zitiert. Eijlers sieht das als Ansporn: Er freut sich auf den Kampf, er weiß auch, "dass ich mich noch weiterentwickeln kann", und er ist sich sicher: "Die Saison ist so lang, da wird jeder seine Einsatzzeiten bekommen." Mit dem Gespann soll das Ziel Europacup-Platz in zweieinhalb Jahren realisiert werden. Die bisherige Lösung mit Eijlers und abwechselnd Dario Quenstedt oder Patrick Schulz dahinter empfindet Schmedt dennoch nicht als gescheitert. "Sie sind erst 21 und 22 Jahre, und sie leisten das, was sie zurzeit leisten können."

Das war in Quenstedts Augen nicht wenig. Trainer Frank Carstens hat ihm immer gesagt: "Ich habe meine Einsatzzeiten genutzt." Die jüngste Personalentscheidung verbreitet nicht nur Freude. "Ein kleines bisschen enttäuscht" sei er, sagt Quenstedt, seit 2000 im Verein. Geklungen hat es natürlich größer. Als Nummer drei will er jedenfalls nicht beim SCM bleiben. Nach der Neuordnung der 2. Liga zur kommenden Serie müsste er in Magdeburg in der 3. Liga spielen, weil es in der zweithöchsten Spielklasse keine zweiten Mannschaften mehr geben wird. "Dann sind die Anforderungen für beide nicht mehr hoch genug", weiß Schmedt, der Hilfe des SCM bei der Suche nach einem neuen Verein oder einem Zweitspielrecht für beide Keeper signalisierte. "Ich muss dahingehen, wo ich viele Spielanteile habe", erklärt Quenstedt.