Halberstadt l „Die Spieler können sich freuen“, scherzt SCM-Trainer Bennet Wiegert zu Beginn des Trainingslagers in Halberstadt. Und zählt gleich die verschiedenen Einheiten auf, die die Handballer erwarten: „Es geht kaum um Taktik, wir schaffen Grundlagen, damit wir gesund durch die Saison kommen. Und nach rund vier Wochen Pause steht die Ballgewöhnung im Fokus. Um die Schulter schnellstmöglich wieder an die Belastung zu gewöhnen“, sagt Wiegert. Daneben: Etliche Einheiten im athletischen Bereich im angrenzenden Stadion von Germania Halberstadt.

Neuzugang Erik Schmidt hat damit kein Problem. „Hier geht es eben nicht um Sonne oder Strand“, sagt der Kreisläufer. Und Matthias Musche meinte nach den ersten Übungen mit einem Augenzwinkern: „Mir geht es noch gut.“ Der Linksaußen spricht schließlich aus Erfahrung, war beim Konditionsschinden in Halberstadt schon in den letzten Jahren dabei.

Vom Schwimmbad in die Halle

Nach dem Aufstehen geht es für die Handballer um 8 Uhr erst einmal in die Schwimmhalle, nach dem Frühstück folgt eine Einheit in der Halle, dann Essen und Mittagspause, bevor es wieder in die Halle und zur Regeneration ins Schwimmbad geht. Und dabei steht vor allem das Aquacycling im Freizeit- und Sportzentrum ganz oben im Kurs.

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„Nach dem harten Training lockert das die Muskeln. Und wir können in dem Becken sogar die Wassertiefe so regulieren, dass die Spieler auch mit dem kompletten Oberkörper im Wasser sind“, erklärt FSZ-Geschäftsführer Derk Bartel. Zudem gibt es täglich Besprechungen.

Neuzugänge integrieren

Ein Ausgleich für die harten, ersten Tage sind die teambildenden Maßnahmen am heutigen Donnerstag. „Das Geplante wird aber nicht verraten“, sagt Wiegert. Er hat nach der Sommerpause gleich sechs Neuzugänge dabei, die sich auch mit Hilfe solcher Aktionen ins Team integrieren sollen. Laut Schmidt klappt das gut: „Wir verbringen hier viel Zeit miteinander. Bisher haben wir uns ja noch nicht so oft gesehen.“

Bennet Wiegert dagegen muss keine ersten Eindrücke mehr von den Neuverpflichtungen sammeln. „Ich muss die Jungs nicht mehr kennenlernen und sie müssen mir nichts beweisen. Ich weiß, was sie können. Jetzt hoffe ich, dass sie die Ruhe behalten und ihre Qualitäten einbringen“, sagt der Trainer.

Am Freitag in Aschersleben

Mit dem 20-jährigen Hannes Bransche bestreitet auch ein Youngsters-Spieler die Vorbereitung mit den Profis. „Da Albin Lagergren noch nicht fit ist und wir Christoph Steinert nach seiner Verletzung nicht verheizen wollen, ist Hannes dabei. So können wir im rechten Rückraum die Kräfte besser verteilen“, erklärt Wiegert.

Am morgigen Freitag reist der SCM dann schon weiter nach Aschersleben. Dort wird um 18.30 Uhr beim „Megawoodstock“ der erste Test gegen den Bundesligisten DHfK Leipzig absolviert. „Diese Partie hat für uns aus sportlicher Sicht nicht den obersten Stellenwert“, blickt Wiegert voraus, „denn wir steigern uns langsam und kontinuierlich. Erst ab der kommenden Woche steigen wir dann auch voll ins Handballtraining in Magdeburg ein.“