Magdeburg l Jannick Green wollte eigentlich keinen Tipp abgeben, er tippt ja überhaupt nicht gerne, wenn er sich dazu auch noch gemüßigt fühlt. Aber ein paar Gedankenpausen später ließ sich der Keeper des SC Magdeburg doch zu einer Prognose für das Viertelfinal-Rückspiel im EHF-Cup gegen Frisch Auf Göppingen am heutigen Mittwochabend (19 Uhr, Getec-Arena) hinreißen. Er sagte mit einem Lächeln: „32:17, das wäre gut.“ Und mehr als ausreichend wäre das außerdem für den Einzug ins Final Four, das am 14./15. Mai in Nantes (Frankreich) ausgetragen wird.

32:17 ist das Ergebnis der Hoffnung. Mit diesem Resultat schaffte der SCM im März 2015 gegen Göppingen den Einzug ins Pokal-Final-Four. Aber damals war es nur ein Spiel. Diesmal ist es bereits das Rückspiel oder „die zweite Halbzeit“, wie es SCM-Kapitän Fabian van Olphen nennt. Trotzdem hat selbst Göppingens Trainer Magnus Andersson die damalige Niederlage seiner Mannschaft offenbar nicht vergessen: „Ich weiß nicht, ob unser Vorsprung reicht“, erklärte er den „Göppinger Kreisnachrichten“ nach dem 31:25-Hinspielerfolg am vergangenen Sonnabend. „Wir müssen wieder richtig konzentriert sein und kühlen Kopf bewahren“, forderte er.

Bennet Wiegert hätte sich der „schweren Aufgabe“ am liebsten gleich am Montag gestellt. Gar nicht erst lange warten. Gar nicht erst viel drüber reden. Andererseits „konnten wir nun einiges aufarbeiten“, sagte er, die Fehler analysieren. Pauschal hatte der SCM-Coach bereits nach dem Hinspiel erklärt: „Wir haben keinen guten Handball gespielt, das habe ich in dieser Saison schon viel besser von meiner Mannschaft gesehen.“

Den Matchplan für den Mittwochabend rückte der 34-Jährige natürlich nicht raus, er formulierte stattdessen seine Überzeugung: „Wir glauben daran, dass wir es schaffen können.“

Trotz aller Emotionen, trotz aller Überzeugung „dürfen wir aber nicht vergessen, dass Göppingen eine gute Mannschaft ist, die auch ihre Chance ergreifen will“, weiß Wiegert. Was eine Aussage von Göppingens Lars Kaufmann, zweifacher Schütze im Hinspiel, bestätigte: „Wir müssen von Anfang an Paroli bieten.“

Und das in der „Hölle“ Getec-Arena. Wiegert fordert deshalb auch zum Sturm von den Rängen: „Wir brauchen jeden Fan, die grün-rote Wand, um richtig Druck auf den Kessel zu bekommen.“