Magdeburg l Nur ein Heimsieg zählte am Sonnabend für die Handballer des SC Magdeburg. Drei Niederlagen in der Bundesliga und das Aus im DHB-Pokal hatten an deren Nerven gezehrt. Gegen Frisch Auf Göppingen konnten sie nun tatsächlich die Wende einleiten - auch wenn spielerisch noch nicht alles überzeugend war. Mit 30:21 (16:14) setzte sich der SCM dennoch deutlich durch.

"Wir werden vielleicht nicht den schönsten Handball spielen", hatte SCM-Kapitän Christian O'Sullivan bereits vor der Partie prophezeit, aber darum ging es vorrangig auch nicht. Sondern: "Wir müssen einfach gewinnen." In der Anfangsphase profitierte der SCM zum einen von der vollen Ausbeute vom Siebenmeterpunkt, hier traf Tim Hornke gleich zweimal (3./7. Minute). Zum anderen kam Jannick Green im Tor gut in die Partie. Mit seinen Paraden konnte der SCM eine Drei-Tore-Führung herausarbeiten (7:4/12.). Göppingens Trainer Hartmut Mayerhoffer reagierte mit einer Auszeit.

SCM mit Fehlern

Doch das Mometum lag weiterhin auf Seiten der Magdeburger. Mit drei Toren durch Hornke in Folge bauten die Mannschaft von Bennet Wiegert den Vorsprung auf 10:4 (15.) aus. Sicherheit brachte das jedoch nicht. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Marko Bezjak, der Nicolai Theilinger beim Durchbruch weggecheckt hatte, und zwei Fehlwürfen von Michael Damgaard und Zeljko Musa, stand es auf einmal 12:11 (23.). Der SCM wackelte, behielt aber die Oberhand und ging beim Stand von 16:14 in die Pause. Dafür mit ausschlaggebend: Green parierte kurz vorm Halbzeitpfiff einen Wurf von Ex-SCM-Spieler Nemanja Zelenovic.

Zwar vergab Albin Lagergren gleich in der ersten Minute der zweiten Hälfe die Chance auf eine höhere Führung, dennoch: Green hielt weiterhin souverän im Tor, leitete mit einem feinen Pass auf Matthias Musche den Treffer zum 17:14 (32.) ein. Kurz darauf scheiterte auch Marcel Schiller mit seinem Siebenmeter-Wurf am Weltmeister aus Dänemark. Green bügelte so den ein oder anderen Fehlwurf seiner Vorderleute aus, beispielsweise als Hornke frei am Göppinger Torwart Daniel Rebmann scheiterte und Green im Gegenzug erst den Wurf von Tim Sörensen und dann von Tim Kneule parierte. Diesen Rückhalt im Tor hatte man in den vergangenen Partien der Magdeburger vermisst.

Mertens und Kuzmanovski drin

Eine Viertelstunde vor Schluss lag der SCM 24:19 vorn. Nach der erneuten Auszeit von Göppingen (49.) war es dann Neuzugang Filip Kuzmanovski, der auf 27:19 erhöhte. Bennet Wiegert schickte jetzt auch Lukas Mertens für Musche auf Linksaußen ins Spiel. Und auch er traf prompt (29:20/56.). Bei den Göppingern funktionierte dagegen nur noch wenig. Kozina ließ einen Siebenmeter liegen, ein Wurf aufs leere SCM-Tor ging zudem vorbei. So feierte der SCM letztlich einen deutlichen 30:21-Heimsieg.

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