Magdeburg l Das hat Seltenheitswert in der Getec-Arena. Beim EHF-Pokal-Rückspiel gegen die polnische Mannschaft Gornik Zabrze waren die rund 100 mitgereisten Fans der Gäste am Sonntag deutlich zu hören. Doch auch ihre Anfeuerungen vermochten das Unmögliche nicht möglich zu machen. Nach dem deutlichen Hinspielsieg (37:25) der Magdeburger unterlagen die Polen auch im Rückspiel mit 37:26 (22:15). Der SCM hat sich vor 4336 Zuschauern somit erfolgreich für die Gruppenphase im EHF-Cup qualifiziert.

SCM-Trainer Bennet Wiegert veränderte seine gewohnte Start-Aufstellung auf mehreren Positionen. Im rechten Rückraum durfte Christoph Steinert von Beginn an ran, ebenso wie Tobias Thulin im Tor, Tim Hornke auf Rechts- und Lukas Mertens auf Linksaußen. Zur Verstärkung - durch die Verletzung von Zeljko Musa sowie Erik Schmidt bedingt - rückten die Youngsters-Spieler Niklas Danowski und Justin Kurch in den Profi-Kader auf.

Deutliche Halbzeit-Führung

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, bis Zabrze im Angriff leichte Fehler produzierte, die der SCM eiskalt ausnutzte. Ab dem Stand von 6:5 (7. Minute) ließen die Magdeburger einen 4:0-Lauf folgen. Tim Hornke per Gegenstoß sowie Christoph Steinert und Filip Kuzmanovski, die beide im Rückraum mutig agierten und ihre Wurfgewalt aufblitzen ließen, trieben das Spiel voran. Lukas Mertens stellte den 22:15-Halbzeitstand her. Es war schon sein fünfter Treffer im Spiel.

Mertens war es auch, der nach dem Seitenwechsel zur Zehn-Tore-Führung traf (26:16/37.). Hier brannte wahrlich nichts mehr an. Der SCM zeigte eine fast durchweg konzentrierte und konsequente Leistung, nur kurzzeitig schlich sich der Schlendrian in Form von technischen Fehlern ein. Beim Stand von 37:26 war die einseitige Partie beendet.