Magdeburg l In der Getec-Arena wird wieder geschwitzt. Die Handballer sind aus der Sommerpause zurück und bestreiten momentan individuelle Belastungs-Tests in der Uniklinik. Am Mittwoch folgt dann die erste Trainingseinheit mit Trainer Bennet Wiegert. Was sich seither getan hat und wie der Saisonstart ablaufen wird - hier ein Überblick.

Zu- und Abgänge

Der SCM hat je einen Zu- und einen Abgang zu verzeichnen. Während Nemanja Zelenovic zum Liga-Konkurrenten Frisch Auf Göppingen wechselte, wird Albin Lagergren die Mannschaft verstärken. Der Schwede ist Linkshänder, 1,86 Meter groß und Rückraumspieler. Er wechselt von IFK Kristianstad an die Elbe.

Spekulationen gab es derweil auch um eine vorzeitige Verpflichtung von Moritz Preuss, der regulär 2019 vom VfL Gummersbach zum SCM kommt. Allerdings, so äußerte sich Preuss gegenüber verschiedenen Medien, sei ihm von den Verantwortlichen des VfL ein sofortiger Wechsel versprochen worden.

„Wir wollten die Chance ergreifen, den Spieler eher zu bekommen“, bestätigt auch Bennet Wiegert, „aber wir können das nicht bestimmen. Vertrag heißt Vertrag.“ Die Verhandlungen mit Gummersbach waren schon weit, „wir waren uns einig, was die Ablöse betrifft“, sagt Wiegert.

Allerdings: Als der VfL am Wochenende in die Vorbereitungen startete, war Preuss dabei. Der Verein will seinen Kreisläufer wohl doch noch nicht ziehen lassen. „Ich sehe das gerade nicht, dass das noch klappt“, sagt Wiegert, „aber wir haben uns nichts vorzuwerfen.“

Zur Personalie Dario Quenstedt, an dem der THW Kiel interessiert ist, hält sich Wiegert bedeckt. „Wir haben klar gesagt, dass wir weiter mit ihm zusammenarbeiten möchten. Es gibt Tendenzen, aber die Kommunikation muss er führen“, sagt der Trainer.

Erste Gegner

Die erste Pokalrunde (18./19. August in Hildesheim) hält für den SCM eine Partie gegen den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau bereit. Siegt der SCM, folgt ein Aufeinandertreffen mit Hannover-Burgwedel oder Eintracht Hildesheim (beides Drittligisten). „Das ist der erste Höhepunkt und eine Pflichtaufgabe für uns. Als einziger Bundesligist in der Gruppe sind wir Favorit“, sagt Wiegert zu dem Los.

In der Bundesliga stehen ebenfalls die ersten Partien fest. Den Auftakt macht ein Auswärtsspiel gegen die MT Melsungen (23. August), darauf folgt das erste Heimspiel gegen SC DHfK Leipzig (2. September). Zwei Tage später sind die Magdeburger in Wetzlar zu Gast, dann reist der Bergische HC in die Getec-Arena (9. September).

Im EHF-Pokal findet die erste Auslosung der Spielrunden am 17. Juli statt. Die Bundesligisten steigen voraussichtlich in der dritten Runde in den Wettbewerb ein.

Ablauf der Vorbereitung

„Wir bleiben uns in der Vorbereitung treu, das Grobgerüst bleibt also so wie in den vergangenen Jahren“, erklärt Wiegert. Der Start sei relativ ruhig, da viele PR- und Foto-Termine anstehen. „Dann müssen sich die Spieler langsam wieder an die Belastung und den Ball gewöhnen. Nach der Pause ist die Verletzungsgefahr auch recht hoch.“

So richtig los geht es dann aber im Trainingslager in Halberstadt (16.-20. Juli). Bei den folgenden Testspielen – unter anderem gegen GOG Svendborg, HK Malmö und die japanische Nationalmannschaft – will der Trainer herausfinden, „wo der Schuh passt und wo nicht“.

Weitere Artikel zum SC Magdeburg finden Sie hier.