Robert Weber, Sie sind seit 2009 beim SCM, war das 24:24 gegen die Füchse eines der dramatischsten Spiele, das Sie erlebt haben?

Robert Weber: Auf jeden Fall. Vom gesamten Verlauf her hätten wir zwei Punkte verdient, aber am Ende muss man auch glücklich sein, wenigstens noch einen Punkt geholt zu haben. Neun Tore darf man einfach nicht hergeben, egal, was passiert. Aber wir haben auch 45 Minuten gezeigt, welch großes Potenzial in uns steckt. Das wird alles noch.

Was aber ist in den letzten 15 Minuten passiert?

Da waren wir die Maus vor der Schlange. Wir haben Angst vor der Selbstcourage gehabt, vor dem Gewinnen.

Aber bei einem Neun-Tore-Vorsprung einer so erfahrenen Mannschaft? Woher kann da Angst kommen?

Natürlich haben wir erfahrene Akteure, aber dann ist da eben auch ein junger Spieler wie Michael Damgaard in seiner ersten Bundesliga-Saison. Er braucht noch seine Zeit, obwohl er auch ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Die Verantwortung muss sich künftig auf mehrere Schultern verteilen.

Ist nun ein Psychologe nötig?

Ach, solche Phasen gibt es immer mal, das sieht man auch bei anderen Teams. Wir müssen einfach an unsere Stärken glauben, weiterarbeiten und darauf aufbauen, was wir in den ersten 45 Minuten gezeigt haben.