Nordische Kombination Illegaler Anzug: Disqualifikation trübt Kombi-Wochenende
Nathalie Armbruster wird beim Weltcup in der Nordischen Kombination disqualifiziert. Die Männer hingegen machen in Estland auf sich aufmerksam.

Otepää - Eine Disqualifikation von Top-Athletin Nathalie Armbruster hat das Ergebnis der Deutschen beim Weltcup in der Nordischen Kombination getrübt. Die 20 Jahre alte Gesamtweltcup-Siegerin wurde im estnischen Otepää beim Skispringen aus dem Wettbewerb genommen, weil ihr Anzug nicht regelkonform war. Tags zuvor hatte Armbruster bei dem Weltcup Rang sieben belegt.
Die Tagessiege im sogenannten Compact-Format sicherten sich am Sonntag jeweils mit deutlichem Vorsprung die Norwegerin Ida Marie Hagen und der Österreicher Johannes Lamparter. Die deutschen Männer schafften es in dem lauflastigen Format nach einem Normalschanzensprung und dem folgenden Acht-Kilometer-Lauf gleich doppelt aufs Podium: Johannes Rydzek wurde im Schlussspurt Zweiter, Vinzenz Geiger belegte Rang drei.
Rydzek jubelt: Grandios
Rydzek hatte sich schon am Samstag nur dem norwegischen Sieger Einar Luraas Oftebro geschlagen geben müssen. Dessen Landsmann Andreas Skoglund wurde Dritter. „Das war ein sehr, sehr schöner Tag für mich. Auch wenn das Wetter alles andere als schön war“, kommentierte Rydzek. „Ich bin super, super happy mit dem zweiten Platz. Das ist grandios.“ Rydek nimmt rechtzeitig vor Olympia im Februar Fahrt auf.
Der Wind hatte die Wettkampf-Pläne in Estland kräftig durcheinander gewirbelt. Sowohl am Freitag als auch am Samstag hatten die Kombinierer nicht von der Schanze springen können.
Eine besondere Bestmarke stellte der Japaner Akito Watabe auf. Der 37-Jährige bestritt am Samstag seinen 296. Einzel-Weltcup. Damit ist er alleiniger Rekordhalter vor dem Österreicher Wilhelm Denifl (295).