Das junge Uni-Hockeyteam des SV Chemie Genthin muss in der Regionalliga auf ungewohntem Großfeld noch Lehrgeld zahlen. Im zweiten Saisonspiel setzte es in heimischer Halle am Sonntag die zweite Niederlage. Beim 3:16 (0:2, 2:8) erwiesen sich die Gäste vom SV Rotta als eine Nummer zu groß.

Genthin (sdö). Nachdem das erste Spiel gegen Dessau mit 3:8 verloren ging, erhoffte sich das Team um Kapitän Johannes Tluste, an diesem Tag durch mehr Einsatz einen Sieg erspielen zu können.

Das Spiel begann temporeich mit Chancen auf beiden Seiten. Es dauerte bis zur neunten Minute, ehe Rotta die 1:0-Führung erzielte. In Folge spielten die Genthiner konzentriert, ohne sich jedoch vor dem gegnerischen Tor festsetzen zu können. Im Gegenteil, kurz vor der Pause erhöhte Rotta auf 2:0. Trotz des Rückstandes war die Mannschaft mit dem bisherigen Spielverlauf zufrieden, konnte sie den körperlich überlegenen Gegenspielern durchaus Paroli bieten.

Im zweiten Spielabschnitt lag das Augenmerk weiter auf einer konzentrierten Defensive, aber auch die Offensive musste wieder belebt werden, wenn man den Rückstand aufholen wollte. Allerdings brachten das noch junge Team zwei schnelle Gegentreffer aus dem Konzept. Ab diesem Zeitpunkt agierten die Genthiner nicht mehr als Einheit auf dem Feld, sondern ließen sich zu oft durch einfache Fehler in Bedrängnis bringen. Zwar machte das 1:4 nochmal etwas Mut, doch währte dies nicht lange. Durch vier weitere Tore für Rotta bei nur einem für den SV Chemie ging es mit einem 2:8-Rückstand in die letzte Pause.

Das letzte Drittel begann genauso wie das zweite: Rotta erzielte innerhalb von zwei Minuten drei Tore. Damit war jeglicher Wille der Genthiner gebrochen. Zudem ließen die Kräfte nach und es wurde zusehends unfairer, so dass die Schiedsrichter das Spiel mit Strafzeiten beruhigen mussten. Zwischenzeitlich erzielte Genthin aber noch das 3:11, ehe Rotta weitere fünf Tore zum 3:16-Endstand folgen ließ.

Alles in allem haben die Genthiner weiter Schwierigkeiten, sich in der Liga zurechtzufinden, auch wenn eine klare Steigerung zum ersten Spiel zu erkennen war. Vor allem bereitet die schlechte Chancenverwertung Sorgen, aber es mangelt ebenso am taktischen Verständnis in der Defensive. Bereits am kommenden Wochenende bietet sich die nächste Gelegenheit, in Salzwedel die ersten Saisonpunkte einzufahren.

SV Chemie Genthin: Gebranzig, Spiegel – Hoffmann, Kablitz, Kalow (1 Tor/0 Vorlagen), Leiste, Rawolle, Schulze – Albrecht (0/1), Drohmann, Flister, Genzer (1/0), Heling, Lütge, Stottmeister (1/0), Tepper, Tluste