Gerwisch (hpl/bjr). Pech, Unvermögen, Unkonzentriertheiten – das Bild, das die Landesliga-Fußballer der SG Blau-Weiß Gerwisch zur Zeit abgeben, könnte wahrlich besser sein. Auch im Auswärtsspiel bei der TuS Schwarz-Weiß Bismark hieß es am Ende 0:2 (0:1) aus Gerwischer Sicht. Und wieder einmal trat der blau-weiße Mannschaftsbus die Rückreise ohne Punkte im Gepäck an.

Dabei kann man der SG nicht absprechen, das Ruder im Abstiegskampf endlich herumreißen zu wollen. "Wir haben ungeachtet des Ergebnisses eine stärkere Leistung als zuletzt gegen Potzehne geboten. Die Einstellung hat gestimmt", befand SG-Trainer Rolf Döbbelin. In der ersten halben Stunde bestimmten die Gäste das Spielgeschehen in der Altmark. Doch dann leistete sich Blau-Weiß mit einem unnötigen Foul einen Lapsus, der exemplarisch für das Auftreten der SG in den letzten Wochen steht. Bismarks Thomas Feibig ließ sich nicht lang bitten und versenkte den Ball zum 1:0 (31.). Torhüter Stefan Huhn, der in dem Spiel seine Chance bekam, sich zu bewähren, blieb machtlos. So ging es trotz guter spielerischer Leistung mit einem Rückstand in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit mussten die ohnehin schon ersatzgeschwächten Gäste auch noch auf Denis Schönfeld verzichten. Doch schien die SG davon zusätzlich motiviert und fand wie schon in Halbzeit eins besser in die Partie. Thomas Tietz hatte nach Wiederanpfiff die größte Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, doch sein Freistoß strich knapp über das Tor (56.). Wie schon in Halbzeit eins ging der Versuch, das Spiel zu machen, nach hinten los. Eine schöne Kombination der Bismarker verwandelte Erik Bartsch direkt zum 2:0 (66.). Und weil ein Unglück selten allein kommt, musste auch Andre Schacker das Spielfeld Mitte der zweiten Hälfte verletzungsbedingt verlassen. Die Gastgeber rissen das Spiel nun an sich. Bis zum Abpfiff erspielte sich die TuS einige gute Tormöglichkeiten. Doch vereitelte Huhn im SG-Tor zum einen einige Großchancen, zum anderen wäre ein höherer Sieg an diesem Tag wohl doch ein wenig unverdient gewesen. In der 90. Minute dezimierte sich Gerwisch selbst, nachdem der gelb-vorbelastete Mathias Herms die Ampelkarte sah.

"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben versucht, alles zu geben. Doch wenn man in der Tabelle unten drin steht, gewinnt man solche Spiele eben nicht", so das abschließende Fazit von Gerwisch-Trainer Rolf Döbbelin.