Die Burger Ortsgruppe der Rheuma-Liga feierte kürzlich in der Stadthalle ihr 20-jähriges Bestehen. Vorsitzende Hannelore Wagener freute sich über zahlreiche Teilnehmer, auch aus Halle. Für die Volksstimme sprach Kristin Schulze mit Schriftführer Werner Roeper über den Verein und die sich daraus ergebenden Vorteile.

Volksstimme : Wie kamen Sie zur Rheuma-Liga ? Werner Roeper : Als freier Mitarbeiter der Volksstimme führte ich 1992 ein Interview mit Ulrike Häcker. Sie leitete die Gruppe damals. Da ich auch unter Arthrose leide, waren die Gespräche mit ihr sehr lehrreich. Ulrike Häcker hat es geschickt verstanden, mich als Mitglied zu gewinnen.

Volksstimme : Inwiefern kann der Verein seine Mitglieder unterstützen ?

Roeper : Gymnastik könnte man auch allein im stillen Kämmerlein machen. Der Vorteil der Gruppe ist unsere erfahrene Therapeutin, die jede einzelne Leidensgeschichte kennt. Sie weiß genau, für wen welche Übungen geeignet sind. Ich fi nde auch den Erfahrungsaustausch sehr angenehm. Es gibt mittlerweile viele Hilfsmittel für Rheuma-Kranke. Tolle Geräte zum Kartoffeln schälen beispielsweise – für Betroffene, die mit Einschränkungen an den Händen zu kämpfen haben. Hier erfährt man ganz schnell und unkompliziert, was man für Möglichkeiten hat.

Volksstimme : Wie sieht die Arbeit in der Gruppe aus ?

Roeper : Einmal in der Woche kommen wir zu Wasser- oder Trockengymnastik zusammen. Das Wichtigste ist, dass die Gelenke in Schwung bleiben. Dieses Funktionstraining unter geschulter Anleitung ist sehr hilfreich. Alleine fehlt oft die Motivation, in der Gruppe wird man mitgerissen. Wir treffen uns aber auch privat, feiern Geburtstage der Mitglieder, fahren ins Solebad oder machen andere Ausfl üge. Zu sehen, wie andere mit der Einschränkung Rheuma umgehen, empfinde ich als äußerst hilfreich.