Gommern l Was für ein Gewusel auf den Bahnen und im Zuschauerraum der Pauly-Kegel-Arena in Gommern am Sonnabend. Zum sechsten Mal hatten die Kegler des SV Eintracht zum Tandem-Cup eingeladen. Doch dieses Mal in neuem Gewand.

Das Spielsystem, immer zwei Spieler eines Teams stehen gleichzeitig auf der Bahn und kämpfen in 60 Wurf gegen ein anderes Team um die Punkte, war ja schon in den vorangegangenen Auflagen des Turniers bekannt. Doch dieses Mal waren sage und schreiben 16 Duos auf der Anlage und versuchten in vier Vorrundengruppen einen der begehrten Startplätze in den Viertelfinals (K.o.-System) zu erreichen.

Und auch die Preise für Sieger und Platzierte hatten in diesem Jahr eine andere Dimension. Der Bürgermeister der Stadt Gommern, Jens Hünerbein, der das Event am frühen Morgen eröffnete, hatte einen riesigen Pokal gesponsert und der Online-Händler Timo Hoffmann von Sport-Hoffmann stellte Gutscheine im Gesamtwert von 120 € zur Verfügung. So war der Anreiz für gute Ergebnisse riesig. Die Teilnehmer kamen aus Berlin, mit dem Präsidenten des Kegel-Weltverbandes Klaus Barth, aus Brandenburg, Bitterfeld, Loburg, von den Zweitbundesligisten aus Leitzkau und Zerbst und natürlich von der Gommeraner Eintracht.

Illustres Teilnehmerfeld

In den recht umhomogen ausgelosten Vierergruppen ging es jeder gegen jeden um die ersten zwei Gruppenplätze. In jeder Gruppe setzte sich ein Team der Gastgeber durch. Beide Leitzkauer Paare, der Favorit aus Zerbst und die Loburger Mannschaft vervollständigten die K.o.-Runde. Die Auslosung war sehr Gommernfreundlich, so dass schon hier feststand, dass zwei Eintracht-Duos das Halbfinale erreichen würden.

In den direkten Duellen der Blau-Gelben setzten sich Kay Maß/Thomas Arndt und Udo Wrubel/Sören Schulze gegen Stefan Ebert/Tobias Öhlschläger und Andreas Arndt/Bernd Staeck durch. Zuvor waren bereits die Eintracht-Senioren Siegfried Herter/Hartmut Grätz sowie je ein Team der ersten und zweiten Gommeraner Männermannschaft teils sehr knapp ausgeschieden. Die Gäste aus Berlin und Brandenburg mussten bei ihrer ersten Teilnahme noch Lehrgeld zahlen. In engen, aber hochklassigen Partien schafften es beide Leitzkauer Teams ins Halbfinale. Andy Neumann/Sebastian Lorf bezwangen Loburg und René Geißler/Harald Schreiter kämpften das Zerbster Duo nieder.

Im rein Leitzkauer Halbfinale waren dann Geißler/Schreiter erfolgreich und im Gommeraner Duell setzte sich das Duo der ersten Herren-Mannschaft Wrubel Schulze durch. Der Höhepunkt des Tages war das Finale, bei dem sich auf sehr hohem Niveau die Gastgeber Wrubel/Schulze gegen Geißler/Schreiter durchsetzten und den Pokal des Bürgermeisters in die Höhe reckten. Im Spiel um Platz drei setzten sich die Zweitligisten aus Leitzkau, Neumann/Lorf, gegen Maß/Arndt knapp durch und freuten sich über den Treppchenplatz.

Bei der Siegerehrung bedankten sich alle Teilnehmer für den schönen Kegeltag, die Sieger und Platzierten jubelten über ihre Preise und Eintracht-Abteilungsleiter Thomas Arndt sprach von einer „rundum gelungenen Veranstaltung in einem wiederholenswerten Format“.