Ilsenburg/Burg l Schon geographisch bedingt liegt die Wahrscheinlichkeit einer Spielabsage im Harz natürlich um einiges höher. Burg und Ilsenburg trennen wortwörtlich nicht nur die „Ilse“, sondern auch eine Höhendifferenz (über NHN) von gut 200 Meter. Es liegt ja auch nicht an den einzelnen Temperaturwerten beider Orte, sondern am generellen Dauerfrost, der einige Tage lang anhalten und, wenn überhaupt, nur durch Sonnenschein zurückgehalten wird. „Nach unseren Informationen ist der Ilsenburger Platz komplett gefroren“, teilte BBC-Trainer Marcel Probst gestern Nachmittag mit. Erst am Freitag gegen 15 Uhr wird es eine klare Entscheidung geben.

Kritikpunkt Chancenausbeute

Bis dahin wird sich Probst intensiv mit der Vorbereitung des Spiels beschäftigen müssen, verlief der Heimauftritt gegen Schwarz-Weiß Bismark doch ganz und gar nicht nach den Vorstellungen der Ihlestädter. Besonders die Entschlossenheit vor dem Tor und die damit einher gehende Chancenverwertung stand mal wieder ganz oben auf der Mängelliste. „Ich glaube wir müssen beim Fußballverband mal nachfragen, ob wir das gegnerische Tor vergrößern dürfen“, scherzte Probst, der aber anschließend gleich wieder zur Ernsthaftigkeit zurückkehrte: „Es ist ok, dass die Spieler kritisiert werden. Dennoch halte ich an unserem System fest. Es liegt einzig und allein am Unvermögen Tore zu schießen. Mit unseren Chancen, die wir in einem Spiel haben, müssten wir eigentlich zwei gewinnen.“

Trotz des zwölften Tabellenplatzes kann der Trainer noch gut schlafen und verteilt im Training auch keine Peitschenhiebe, da er sich sicher ist, dass der Erfolg früher oder später vor der Vereinstür steht.

Ilsenburg empfängt den Burger BC als aktuell Tabellensechster, hat aber während der laufenden Rückrunde noch kein Pflichtspiel bestritten. Ob das so bleibt, entscheidet morgen das Thermometer.