Gommern l Aller guten Dinge sind – fünf? Zumindest im Fall der Landesklasse-Fußballer des SV Eintracht Gommern. So viele Anläufe hat es nämlich in dieser Saison gebraucht, nun konnten die Schützlinge von Trainer Olaf Worschech den ersten Heimsieg der Spielzeit einfahren. Dank einer fulminanten zweiten Halbzeit wurde am Sonnabend die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg, einer der Favoriten in der Staffel II, mit 3:1 (0:1) auf die Heimreise geschickt.

Beide Mannschaften starteten sehr vorsichtig in die Partie und gingen keine allzu große Risiken ein. Die erste Torchance ergab sich für den Gastgeber. Nach zehn Minuten kam Tilman Roos zum Kopfball, verfehlte aber das Ziel. Vier später Minuten prüfte Pascale Tschorkowski Gästetorhüter Daniel Stelmaszyk mit einem satten Schuss aus der zweiten. Das war es dann allerdings auch schon mit dem Offensivspiel des Gastgebers in Halbzeit eins.

Nach gut 25 Minuten häuften sich die Fehler im Spielaufbau der Eintracht und die Gäste wurden zwangsläufig immer stärker. Nach 34 Minuten konnte Torwart Andreas Hoffmann die Situation noch vor Torjäger Sebastian Wendt klären, doch 180 Sekunden später wurde ein Freistoß von Wendt abgefälscht, der Ball gelangte zu Robert Stein, der am langen Eck nur noch einschieben musste – das 0:1.

Nach der Pause dreht Gommern auf

SVE-Coach Worschech schien allerdings in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn der Gastgeber spielte einen überragenden Fußball in der nach dem Seitenwechsel. Endlich versuchten die Gommeraner, über die Außenbahnen zum Erfolg zu kommen. So auch in der 54. Minute, als sich Dominic Engel über links in starker Manier durchsetzte und aus spitzem Winkel den 1:1-Ausgleich erzielte.

In der 65. Minute spielte der eingewechselte Florian Mentzel Mitspieler Tobias Bea präzise an. Sein Schuss aus nur zehn Metern Entfernung krachte jedoch an die Torlatte. Dennoch spielte nun nur noch die Eintracht. DerFCM II stand zunehmend unter Druck und kam nur noch sporadisch über die Mittellinie. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Magdeburger Tor zu, doch dauerte es bis zur 76. Minute, als sich wiederum Engel auf der linken Angriffsseite durchsetzte, nach innen zog und von der Strafraumgrenze ins lange Eck zum 2:1 traf.

In der Schlussphase warfen die Landeshauptstädter noch einmal alles nach vorn. Glück für die Gastgeber, dass Hannes Rook in der 87. Minute nur den Querbalken traf. Bezeichnend jedoch, dass dieser Vorstoß erster und letzter Angriffsversuch der Magdeburger nach dem Seitenwechsel blieb. So überlief schließlich Gommerns Florian Degener nach einem langen Ball kurz vor dem Schlusspfiff die gesamte Gästeabwehr und erzielte idas viel umjubelte 3:1, das auch gleichzeitig den Endstand bedeutete (89.). In der Nachspielzeit scheiterten sowohl Degener als auch David Namshaa mit guten Möglichkeiten, um das Ergebnis höher zu schrauben.

Am Ende war der Jubel auf Gommeraner Seite verständlicherweise riesengroß. Ein insgesamt hoch verdienter Sieg aufgrund einer überragenden zweiten Halbzeit bescherte der Eintracht nicht nur Saisonerfolg Nummer vier, sondern setzte zudem auch dem Heimfluch ein Ende.
Gommern: A. Hoffmann – Kunitschke, Weber (46. Sindermann), Falkenberg, Schulz, F. Hoffmann, Bea, Roos (83. Namshaa), Degener, Engel, Tschorkowski (62. Mentzel)
Tore: 0:1 Robert Stein (37.), 1:1, 2:1 Dominic Engel (54., 76.), 3:1 Florian Degener (89.); SR: k.A.; ZS: 40