Gladau/Niegripp l Ausgesprochen torreich präsentierte sich der 8. Kreisoberliga-Spieltag. Während Genthin den Schwung aus der Vorwoche nicht mitnehmen konnte, gelang Niegripp II ein unerwartet deutlicher Heimsieg.

Eintr. Gladau – Bor. Genthin 5:3 (3:3)

Für den neutralen Zuschauer war das Altkreis-Derby zwischen Tabellenführer Gladau und Vorjahresmeister Genthin ein echter Augenschmaus. Acht Tore, beide Mannschaften mit offenem Visier – ein Duell zum Zungeschnalzen. Weniger danach zumute war FSV-Trainer Sebastian Kroll, Verfechter einer guten Defensive. „Das war absolut kein Spiel nach meinem Geschmack. Ich weiß gar nicht, wann wir das letzte Mal fünf Gegentore kassiert haben – vermutlich noch zu Landesklasse-Zeiten“.

Dabei hatte die Partie aus Genthiner Sicht so gut begonnen. Bereits nach zwei Minuten brachte Torjäger Maximilian Reinshagen den FSV durch einen verwandelten Strafstoß mit 1:0 in Führung und auch der zwischenzeitliche Ausgleich (11.) schien die Gäste nicht zu beeindrucken, denn Lukas Hinze hatte die passende Antwort parat. Doch im Anschluss verlor Genthin die Linie. „Der Ausgleich kurz vor der Pause machte uns dann aber noch einmal Mut“, so Kroll.

Die zweite Halbzeit ging somit wieder bei Null los, doch nun zeigten die Gastgeber, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Im Stile einer Spitzenmannschaft gingen sie direkt nach dem Wiederanpfiff in Führung und gaben diese bis zum Ende nicht mehr her. Genthin schien seine Körner bereits beim 14:1-Sieg am letzten Wochenende verschossen zu haben und kam zu keinem weiteren Treffer. „Die effizientere Mannschaft hat sich am Ende durchgesetzt – das waren leider nicht wir“, lautete Krolls abschließendes Fazit.

BW Niegripp II – TSG Parchen 7:1 (3:0)

„Wenigstens nicht zu Null verloren“, das waren die Worte von Justin Oliver Genrich, als sein Mannschaftskollege Alexander Hinz in der 83. Minute den Ball im Niegripper Tor unterbrachte. Immerhin: Seinen Humor hatte der Parchener Torwart trotz des aussichtslosen Spielstandes von 1:6 nicht verloren. Dass es für den Aufsteiger in Niegripp kein Zuckerschlecken werden würde, war der Mannschaft um Christian Vormeister bewusst, „aber eine 1:7-Niederlage ist schon hart, da wir auch gute Chancen nicht genutzt haben“, so der TSG-Trainer. Abhaken und nach vorn schauen lautet die Devise. „Kondition und Passspiel verbessern sich aber nicht von heute auf morgen.“

Die Blau-Weißen bestachen mit Teamgeist und kamen bis zur Pause zu einem glatten 3:0. Auch in der zweiten Hälfte fanden die Gäste keine Lösung für das schnelle Spiel der Gastgeber, sodass Niegripp zu vier weiteren Treffern kam. „Es hätten sogar noch mehr sein können“, meinte SG-Trainer Christian Wust, der seiner Mannschaft ein großes Lob für die Spiel- und Trainingsleistungen aussprach. Bestes Beispiel war Doppeltorschütze Paul Klein, der sich in den vergangenen Wochen immer wieder angeboten und seine Chance nach der Einwechslung sehr gut genutzt hatte.