Gardelegen/Niegripp l Fünf Testspiele haben die Niegripper in Vorbereitung auf die neue Spielzeit bestritten und trotz dieser 450 langen Minuten weiß niemand im Verein wirklich wo die Mannschaft steht. Zahlreiche Spieler hatten ihren Sommerurlaub am Ende der vergangenen Spielzeit nach hinten verschoben, um den Verein im Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen. Erfolgreich, doch knapp zwei Monate später offenbarte sich die andere Seite der Medaille. Zum Trainingsauftakt standen nur eine Hand voll Spieler auf dem Rasen und dieses Bild sollte sich in den folgenden Wochen nur bedingt bessern. „Wir standen in den Vorbereitungsspielen oft nur deshalb mit elf Mann auf dem Platz, weil uns Spieler aus der zweiten Mannschaft ausgeholfen haben“, rekapitulierte Sandro Becker, Trainer der Blau-Weißen.

Personalsorgen bessern sich zum Saisonstart

Das besserte sich erst in der vergangenen Woche, als die zahlreichen Urlauber auf den Trainingsplatz zurückkehrten. „Besser spät, als nie. Auch wenn nicht jeder Spieler direkt bei 100 Prozent sein wird, ist es beruhigend zu sehen, dass mir und Marcus Schlüter endlich wieder ein großer Kader zur Verfügung steht.“ Vor dem ersten Spieltag fehlen mit Schlüter, Florian Müller und Fabian Mlyneck nur noch drei Akteure, darüber hinaus kann das Trainer-Duo aus den Vollen schöpfen. Gegen den Vorjahreszweiten der Landesliga Nord, der zudem Verbandsligist Barleben in der ersten Runde des Sachsen-Anhalt-Pokals bezwingen konnte, ist das auch bitter nötig.

„Wir werden versuchen, lange die Null zu halten und Gardelegen so zu nerven und zu Fehlern zu zwingen. Wir haben – anders als die Gastgeber – nichts zu verlieren. Vielleicht unterschätzen sie uns ja auch und wir können Nadelstiche setzen, die zum Torerfolg führen“, meinte der Trainer zur Strategie im anstehenden Spiel. Im vergangenen Jahr war es genau das, was Niegripp gelang. Trotz der so unterschiedlichen Saisonverläufe gelang es dem SSV 80 nicht, Niegripp zu bezwingen. Beide Duelle gingen Unentschieden aus. In Gardelegen blieb der spätere Tabellendreizehnte sogar ohne Gegentor. „Vielleicht beflügelt der Gedanke an die vergangenen Ergebnisse ja den einen oder anderen Spieler, aber ich als Trainer muss hauptsächlich auf das Spiel am Sonnabend schauen und da sind wir ohne Frage der Außenseiter.“