Gommern l Im Duell Vorletzter gegen Letzter wird Weihnachten für den Verlierer dieser Begegnung wohl traurig ausfallen, würde der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz schließlich in weite Ferne rücken. Dabei haben die Gastgeber des SV Eintracht mit immerhin vier Pluspunkten einen kleinen Vorteil gegenüber dem Schlusslicht aus Seehausen mit lediglich zwei Zählern auf dem Konto.

Dabei gilt es für die Gommeraner aber, einen Balanceakt zwischen dem Druck, unbedingt siegen zu müssen, und der spielerischen Leichtigkeit zu vollführen. „Wenn wir uns zu viel Druck machen und der Handball auf der Strecke bleibt, ist uns auch nicht geholfen“, so Eintracht-Trainer Dirk Heinrichs. Doch jedem im Team ist klar, dass es sich bei diesem Heimspiel um ein klassisches „Vier-Punkte-Spiel“ handelt. Natürlich wissen auch die Gäste um die Bedeutung der Partie, geht es für sie schließlich auch um alles oder nichts. „Wenn nicht gegeneinander gegen wen soll man denn punkten, wenn man da unten steht?“

In der Vorsaison waren die Duelle der beiden Teams ebenfalls hart umkämpft. In Gommern setzte sich der SVE mit 32:30 durch, unterlag in Seehausen aber 25:27. „Für Seehausen ging es am letzten Spieltag ja noch um den Klassenerhalt, ganz klar, dass sie in ihrem Heimspiel gekämpft haben“, erinnert sich Heinrichs an die Auswärtsniederlage. Für die Gommeraner war damals der Mittelfeldplatz bereits gesichert.

In dieser Saison sieht es aber anders aus. Und die SG kommt mit kräftig Selbstvertrauen in die Ehlestadt, nahmen sie doch in der Vorwoche dem SV Langenweddingen beim 24:24-Remis einen Punkt ab. Dieses Resultat hat auch Heinrichs überrascht. „Damit hat sicher niemand gerechnet, es zeigt aber auch, dass man keinen Gegner unterschätzen darf.“

Die Gommeraner können zwar aus der Vorwoche keinen Punktgewinn vorweisen, wollen aber an die guten Phasen beim Landsberger HV anknüpfen. Anders als bei der unglücklichen 27:28-Niederlage, kann Heinrichs diesmal auf eine volle Bank zurückgreifen.